"Wertewesten": Großbritannien erlaubt Auslieferung von Julian Assange an die USA

Der "Wertewesten" hat erneut zugeschlagen und seine hässlichste Fratze gezeigt. Demnach erlaubt Großbritannien die Auslieferung von Julian Assange an die Vereinigten Staaten, wo dem Wiki-Leaks-Gründer bis zu 175 Jahre Haft drohen, nur weil er seine Arbeit gemacht hat. Ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit.

Bild: Screenshot evoceoquemedizz.blogspot.co


Sie haben es tatsächlich getan. Der sogenannte "Wertewesten" hat sein vernichtendes Urteil über den Wiki-Leaks-Gründer, Journalisten und Familienvater Julian Assange gesprochen. Demnach bestätigte das britische Innenministerium die Erlaubnis zur Auslieferung des Mannes an die Vereinigten Staaten, dessen einziges Vergehen darin bestand, dass er Kriegsverbrechen der USA im Irak-Krieg aufgedeckt hat.


Doch wer US-amerikanische Kriegsverbrechen publiziert und aufzeigt, wird von der westlichen „Wertegemeinschaft“ fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Wo ist bitte Amnesty International oder wo sind die Reporter ohne Grenzen wenn es um Julian Assange geht? Unser System zeigt seine brutale und hässliche Fratze. Dafür kann man sich nur noch schämen. Nach jahrelangem Ringen entschied die britische Regierung nun, den Whistleblower auszuliefern und in sein ungewisses Schicksal zu entlassen.


Assange, der die Kriegsverbrecher des Westens für eine breite Öffentlichkeit bloßgestellt hatte, ist so etwas wie das Sinnbild der vorgegaukelten Freiheit und Demokratie in unserem oligarchisch geprägten Herrschaftssystem. Investigativer Journalismus und das Aufdecken von Missständen werden immer schwieriger und diejenigen Organisationen, die sich eben dieses Aufdecken einst auf die Fahnen geschrieben haben, sind unterwandert und gekauft.


In den Vereinigten Staaten wird Assange Spionage vorgeworfen aber in Wirklichkeit hat er genau Diejenigen angeprangert, die völkerrechtswidrige Kriege vom Zaun gebrochen und dadurch Millionen Menschenleben auf dem Gewissen haben. Dazu gehören der ehemalige US-Präsident George W. Bush Junior und der einstige britische Premierminister Tony Blair, die beide aufgrund von Kriegslügen einen souveränen Staat angegriffen und kaputt gebombt haben. Einer der beiden hat diese Tatsache vor Kurzem in einer Rede sogar unumwunden zugegeben, doch muss Bush für dieses Eingeständnis Konsequenzen befürchten? Er sagte in einer Rede, in der er eigentlich den Krieg des russischen Präsidenten Vladimir Putin geißeln wollte:


„Die Entscheidung eines Mannes, eine völlig ungerechtfertigte und brutale Invasion gegen den Irak zu starten… Ich meine ... in der Ukraine. Wie auch immer…

Eigentlich ein Skandal und man müsste den Ex-Präsidenten für solch eine Aussage normalerweise umgehend vor einem Kriegsgericht verurteilen. Aber die westlichen Medien hofieren den Kriegsverbrecher Bush lieber und legen ihm diese Aussage als "Freudschen Versprecher" aus, womit die ganze Sache verniedlicht wird. Es wurden im Irak im Jahr 2003 ja nur knapp 500 000 Menschen getötet. Halb so wild für unsere "Qualitätspresse". Derweilen schauen sie zu, wie ihr Kollege Julian Assange in einem US-amerikanischen Hochsicherheitsknast verrotten soll. Das ist alles einfach nur noch erbärmlich.


Auf der von Assange gegründeten Plattform Wiki-Leaks veröffentlichte er damals ein Video namens "Collateral Murder", das aufzeigte, wie im Irak aus einem US-amerikanischen Helikopter wahllos Zivilisten und auch Journalisten erschossen wurden. Das allein war Assanges Verbrechen, denn wer die Kriegsführung des US-Imperiums kritisiert und offenlegt, ist ein Verräter und muss ausgeschaltet werden.

Assange hat noch die Möglichkeit in Berufung zu gehen aber wie wir alle wissen, werden seine Chancen, den Tentakeln der USA zu entgehen dadurch nicht besser werden. Frau "Völkerrechtlerin" Annalena Baerbock, sie sind dran. Fahren sie doch mal nach London und prangern den endgültigen K.O-Schlag der freien Presse und den womöglich eintretenden Tod von Julian Assange in der ihm bevorstehenden US-Haft an. Oder gibt es Zensur und illegales Wegsperren von Journalisten etwa nur in Russland?




Quellen:


(1) Wikileaks-Gründer: London erlaubt Assange-Auslieferung an USA - ZDFheute

(2) https://www.artikeleins.info/post/bill-gates-und-investigativer-journalismus-bei%C3%9Fe-nicht-die-hand-die-dich-f%C3%BCttert

(3) https://www.artikeleins.info/post/kriegsl%C3%BCgen-sie-versuchen-es-schon-wieder

(4) https://www.zdf.de/nachrichten/politik/bush-versprecher-irak-ukraine-100.html


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