Was macht eigentlich Julian Assange? Er wird weiter gefoltert und drangsaliert!

Schon vor drei Jahren bescheinigten die Vereinten Nationen (UNO) der britischen Regierung überaus schlechte Haftbedingungen für den Journalisten und Whistleblower Julian Assange. Er werde im Gefängnis von Belmarsh gefoltert, doch scheinbar interessiert das hierzulande niemanden. Jetzt sprach seine Frau Stella mit den Medien und berichtete über den schlechten Zustand von Julian.

Solange der Journalist und Whistleblower Julian Assange in einem Hochsicherheitsgefängnis in Großbritannien festgehalten wird, kann es keinen freien Westen geben! Und an dieser Tatsache hat sich bis heute nichts geändert, denn nach wie vor wird der Mann, der US-amerikanische Kriegsverbrechen unter anderem im Irak aufgedeckt hat, unter äußerst miesen Bedingungen in Haft belassen und wartet auf seine drohende Auslieferung an die Vereinigten Staaten.

Schon vor drei Jahren hatte der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer angeprangert, dass Assange in Großbritannien Foltermethoden ausgesetzt sei, doch scheinbar interessiert sich im sogenannten "Wertewesten" niemand für das Schicksal des Mannes. Hierzulande werden diejenigen, die Kriegsverbrechen aufdecken weggesperrt und diejenigen die sie begehen, sind jahrzehntelang auf freiem Fuß. Siehe George Bush, Tony Blair oder Barack Obama um nur einige wenige zu nennen.


Stella Assange, die Ehefrau von Julian wandte sich nun an die Medien und berichtete über den schlechten Zustand ihres Mannes, der "immer alarmierender" zu werden droht. Die Haftbedingungen würden seiner Gesundheit sehr schaden, am heutigen Montag sind "es drei Jahre", die Assange im Knast in Belmarsh einsitzt. Stella betonte, dass Julian "jeden Tag viele Stunden allein auf engem Raum" lebt und beklagt die "Auswirkungen" dieser Art der psychologischen Folter. Bei einem Online-Vortrag auf dem Internationalen Journalismus-Festival im italienischen Perugia sagte sie, dass "seine körperliche Verfassung" bereits sehr schlecht war als er inhaftiert wurde, denn er lebte "die letzten sieben Jahre in einem kleinen Zimmer". Damit meinte sie Assanges Aufenthalt in der Botschaft von Ecuador die ihm Asyl gewährte, während er von den USA gesucht wurde. Stella fuhr fort, dass ihr Mann "seit seiner Inhaftierung von sehr gefährlichen Personen umgeben ist" und dadurch seine Aktivität noch stärker zurückgegangen sei.



Belmarsh biete dem Whistleblower nicht die notwendigen Bedingungen um zu überleben und im vergangenen Oktober erlitt Assange einen kleinen Schlaganfall in der Haft.


"Das ist ein offensichtliches Zeichen dafür, dass sich sein Gesundheitszustand stark verschlechtert."

Deutsche Medien berichteten über die Anklagen von Stella Assange nicht, die sich über den psychischen Gesundheitszustand ihres Mannes noch größere Sorgen macht als über den körperlichen, denn Julian habe "sein ganzes Leben lang unter klinischen Depressionen gelitten" und trotz der großen Sorge um ihn sei Julian bereit "weiter zu kämpfen" so die Frau des WikiLeaks-Gründers. Es gehe nun um "die nächsten sechs bis zwölf Monate" so Stella, denn die würden ihrer Meinung nach für das Schicksal des Journalisten "entscheidend sein".


Stella äußerte sich auch zu Julians drohender Auslieferung in die USA und wies darauf hin, dass diese gegen bestehende Abkommen zwischen beiden Ländern verstoßen würde, denen zufolge "die Ausweisung einer Person wegen Straftaten politischer Natur" verboten wären. In den USA würden Assange bis zu 175 Jahre Haft drohen, sollte er wirklich ausgeliefert werden, denn ihm werden die Weitergabe von Geheimdienstinformationen und Hochverrat vorgeworfen. Im ersten Verfahren über seine Auslieferung wurde dieser vom Gericht ein Riegel vorgeschoben, weil Julians Gesundheitszustand nicht stabil ist und er Gefahr laufe, Selbstmord zu begehen. Die USA gingen allerdings in Berufung, denn sie wollen den Whistleblower um jeden Preis mundtot machen und lebenslang einsperren. Am 20. April wird über Julians Schicksal erneut entschieden, es könnte sogar zu einer politischen Entscheidung des britischen Innenministeriums in letzter Instanz führen.

Auch sie können Julian Assange im Gefängnis unterstützen, indem sie ihm schreiben. Dann weiß der mutigste Journalist unserer Zeit, dass es viele Menschen gibt, die zu ihm stehen und seine Rehabilitierung fordern. Sie erreichen Julian Assange per Brief unter folgender Adresse:


Mr. Julian Assange

prisoner #: A9379AY

HMP belmarsh

Western Way

London SE 28 OEB

UK


Quellen:


(1) https://www.unmultimedia.org/tv/unifeed/asset/2474/2474050/

(2) https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/14333551

(3) https://writejulian.com/


19 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen