Warnung von Gazprom: Preisobergrenze für Gas bedeutet endgültigen Lieferstopp

Der russische Energiekonzern Gazprom warnt die EU vor einer Gaspreisobergrenze. Demnach würde ein solches Vorgehen eine Vertragsverletzung bedeuten und bewirken, dass jegliche Erdgaslieferungen umgehend eingestellt werden.

Der russische Energiekonzern Gazprom hat die EU vor einer Gaspreisobergrenze gewarnt. Demnach würde ein solches Vorgehen Brüssels eine Vertragsverletzung bedeuten und jegliche Gaslieferungen umgehend beenden lassen. Gazprom-Chef Alexej Miller sagte, dass man im Fall einer solchen Preisobergrenze lieber komplett darauf verzichten werde, Erdgas nach Europa zu liefern. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte den Gazprom-Chef der im russischen Staatsfernsehen sagte:

"Eine solche einseitige Entscheidung ist natürlich eine Verletzung bestehender Verträge, die zu einer Beendigung der Lieferungen führen würde."

Gazprom möchte sich also keinem Preisdiktat der EU unterwerfen und auch andere Lieferanten würden sich wohl im Fall derartiger Restriktionen der EU andere Absatzmärkte für ihre Ressourcen suchen. Zudem stehen für den Fall, dass wenn bestehende Verträge negativ beeinflusst werden auch Entschädigungszahlungen für die Konzerne im Raum.


Die EU-Kommission und auch einige Mitgliedsstaaten wie die Niederlande, Deutschland und Ungarn sehen den Plan einer Preisobergrenze für Erdgas noch eher kritisch, 15 weitere EU-Staaten, darunter Polen und vor allem die baltischen Staaten wollen unbedingt eine Deckelung, die auch für Lieferungen aus den USA, Nordafrika, Norwegen und anderen potenziellen Versorgern gelten soll.




Quellen:


(1) https://www.reuters.com/business/energy/gazprom-ceo-says-gas-price-cap-would-lead-supply-halt-2022-10-16/

(2) https://www.reuters.com/business/energy/eu-leaders-set-explore-gas-price-cap-options-document-2022-10-16/


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