Vergeltung für Krim-Brücke? Russland bombardiert Kiew

Seit heute Morgen steht die ukrainische Hauptstadt Kiew unter starkem russischem Raketenbeschuss. Eine Rakete soll in der Nähe des Präsidentenpalastes eingeschlagen sein.

Foto: Screenshot Telegram


Laut verschiedener Medienberichte erschütterte die ukrainische Hauptstadt Kiew seit heute Morgen eine Welle von Explosionen durch russische Raketen. Eine ist wohl auch in den Präsidentenpalast eingeschlagen. Von den Angriffen kursieren unzählige Videos in den Sozialen Medien und viele vermuten hinter den Attacken einen Vergeltungsangriff aufgrund des Anschlags auf die Krim-Brücke vor zwei Tagen.


Kiew wurde während des seit mehr als einem halben Jahr tobenden Kriegs bislang von russischen Angriffen weitestgehend verschont, doch nun scheinen sich die Ereignisse zuzuspitzen. Dabei wurde die Hauptstadt nun von knapp 75 Raketen getroffen, Medienberichte schreiben das einer Vergeltungsaktion zu.

So sieht momentan das Stadtzentrum von Kiew aus:

Auch in anderen ukrainischen Städten gab es wohl Einschläge russischer Raketen. Allerdings liegen diese Ortschaften weit von der Frontlinie im Osten und Süden des Landes entfernt und wurden bislang nicht unter Beschuss genommen.

Zwei weitere Videos zeigen Einschläge in die Klitschko-Brücke im Zentrum von Kiew:


Nachfolgend ein anderes Video aus Zentral-Kiew und ein Einschlag einer Rakete in einem Administrationsgebäude:


Als Hauptziele der Angriffe wurden laut Regierungsangaben vermehrt kritische Infrastrukturen und Gebäude von Regierung und ukrainischem Geheimdienst angegriffen. Während einer Live-Schalte des britischen Senders BBC schlug ganz in der Nähe des Moderators ein Geschoss ein:


Eine Rakete traf auch einen großen Bürokomplex:

Eine Frau in Kiew filmte sich gerade selber als sie unter Beschuss geriet:

Videos einer anderen Rakete zeigen einen Einschlag in den Präsidentenpalast im Schewtschenko-Park in Kiew:

Auch in der ukrainischen Stadt Dnepr wurden Einschläge gefilmt, russische Raketen flogen zudem über Odessa.:


Gestern fotografierten sich in Kiew noch lachende Ukrainer vor einer großen Briefmarke auf der die zerstörte Krim-Brücke abgebildet war. Das Lachen dürfte ihnen jetzt wohl vergangen sein, denn der Krieg scheint zu eskalieren.


Quellen:


(1) https://www.politico.eu/article/multiple-explosions-reported-in-heart-of-kyiv/


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