Umfassende Maskenstudie aus Katalonien: Masken haben keinen Einfluss auf Inzidenzen

In Katalonien wurde die bislang wohl größte und umfangreichste Studie zum Nutzen der Masken an Schulen durchgeführt. Ergebnis: die Masken hatten keinerlei Einfluss auf die Corona-Inzidenzen und Maskenmandate basieren auf unzureichender wissenschaftlicher Evidenz.

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Die meisten bislang durchgeführten Maskenstudien zeigten schon auf, dass Maskenmandate keinen positiven Effekt auf die Corona-Infektionszahlen in Schulen hatten. Nun publizierten Wissenschaftler eine sehr umfangreiche Studie im British Medical Journal (BMJ) und auch die kam zum selben Ergebnis. Die Arbeit wurde auch schon peer-reviewed, was soviel heißt, dass sie von anderen Wissenschaftlern begutachtet wurde und für seriös gehalten wird.


Dabei untersuchten die Autoren die Wirkung der Masken an Grund- und Vorschulen in Katalonien und nahmen dabei die Daten von fast 600 000 Kindern im Alter zwischen drei und elf Jahren auf. Die Vorschulkinder hatten keine Maskenpflicht in den Einrichtungen, die älteren Grundschüler mussten die Masken verpflichtend tragen. Das heißt, dass die Vorschulkinder zu nahezu null Prozent Masken trugen, die Grundschüler waren zu 100 Prozent vermummt. Die Autoren kamen dabei zu einer eindeutigen Erkenntnis:

"Wir fanden keine signifikanten Unterschiede in der SARS-CoV-2-Übertragung aufgrund von MNS-Vorschriften in katalanischen Schulen. Stattdessen war das Alter der wichtigste Faktor zur Erklärung des Übertragungsrisikos für Kinder, die eine Schule besuchen."

Bei den maskenlosen Vorschulkindern war die Inzidenz damit eindeutig niedriger als bei den Grundschülern die Masken tragen mussten. Die Kinder mit Maske im Alter von sechs Jahren hatten mit knapp 3,5 Prozent eine höhere Corona-Inzidenz als die fünfjährigen ohne Maske (3,1 Prozent). Die Forscher schrieben in ihrer Arbeit:

"Die wichtigsten Ergebnisse der Studie zeigen keine signifikanten Unterschiede für Kinder in der letzten Klasse der Vorschule und im ersten Jahr der Grundschule bei den COVID-19-Übertragungsindikatoren während des Untersuchungszeitraums keine signifikanten Unterschiede, obwohl sie sich im MNS-Mandats und der starken Altersabhängigkeit der Übertragung von SARS-CoV-2 in Schulen unterschieden haben. Dies bestätigt die veröffentlichten Ergebnisse für das Jahr 2020-2021, allerdings mit einer stärker übertragbaren SARS-CoV-2 Delta-Variante."

Die Studie wurde im Zeitraum 13. September 2021 bis 22. Dezember 2021 durchgeführt, also vor dem Erscheinen der milden Omikron-Variante und könnte als eine Art Bremseffekt für alle politisch Verantwortlichen wirken die vorhaben Schulkinder im neuen Schuljahr wieder verpflichtend zu maskieren. Das BMJ verbindet mit der Untersuchung eine eindeutige Anweisung an die weltweiten Regierungen und politisch Handelnden:

"Das MNS-Mandat für Kinder, die die Schule besuchen, basiert auf unzureichenden wissenschaftlichen Erkenntnissen."

Quelle:


(1) https://adc.bmj.com/content/early/2022/08/23/archdischild-2022-324172


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