Ukraine will die Rückgabe der gewarteten Gasturbine von Kanada an Russland verhindern

Geht es nach der ukrainischen Regierung, soll die in Kanada gewartete Gasturbine nicht an Russland zurückgegeben werden und damit der Gastransit nach Deutschland endgültig abgebrochen werden. Die Rückgabe würde gegen die verhängten Sanktionen verstoßen, meldete das ukrainische Energieministerium.

Foto. pixabay.com


Die Ukraine will offensichtlich den Erdgasnotstand Deutschlands noch ein wenig verschärfen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, will die dortige Regierung eine Rückgabe der gewarteten Gasturbine an den russischen Energiekonzern Gazprom verhindern. Die Übergabe würde demnach einen Verstoß gegen die gegen Russland verhängten Sanktionen bedeuten, so das ukrainische Energieministerium.


Deutschland soll also auf noch mehr Erdgaslieferungen verzichten und seine Wirtschaft begraben, denn schon letzten Monat wurde die Versorgung über die noch laufende Pipeline Nord Stream 1 um 40 Prozent reduziert, weil man auf die Rückgabe der gewarteten Ersatzteile warten musste. Derweil schickt Deutschland aber fleißig Gas ins benachbarte Polen, dessen Speicher mittlerweile zu 96 Prozent gefüllt sind. Laut Reuters sagte die Quelle aus dem ukrainischen Energieministerium zu der Sachlage:


"Wenn, Gott bewahre, diese Entscheidung angenommen wird, werden wir zweifellos an unsere europäischen Kollegen appellieren, dass ihr Ansatz neu bewertet werden muss. Denn wenn Länder Entscheidungen nicht befolgen, die sie über Sanktionen vereinbart haben, wie können wir dann über Solidarität sprechen?"

Die Ukraine als neue "Hegemonialmacht" Europas will also ernsthaft anderen europäischen Staaten vorschreiben "solidarisch" zu sein und die Sanktionen umzusetzen, auch wenn diese der eigenen Bevölkerung in den jeweiligen Ländern massiv schaden. Die Ministerien Deutschlands und Kanadas hielten sich laut Reuters noch mit Stellungnahmen zurück, allerdings soll eine "vertraute Quelle" bereits gesagt haben, dass die "Entscheidung, die Turbine zurückzugeben, bereits getroffen worden" sei. Deutschland und Kanada wollen verhindern, "dass eine Turbine eine Entschuldigung für Russland" sei, "die Gaslieferungen durch die Nord Stream 1 Pipeline zu unterbrechen".


Weiter bezichtigte Kiew die Russen, "Erdgaslieferungen als Waffe einzusetzen, um Druck auf" deren europäische Verbündete auszuüben und die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen. Die "große ukrainische Gemeinschaft" in Kanada habe sich dementsprechend auch bei der kanadischen Regierung "dafür eingesetzt, die Turbine nicht an Russland zurückzugeben". Das ukrainische Energieministerium sagte weiter:


"Wenn die Entscheidung von den Kanadiern getroffen wird, die Turbine zu übergeben, unabhängig davon, ob es an Gazprom oder an Deutschland geht, um sie weiter zu übergeben ... Dies wäre ein Präzedenzfall für zwei G7-Länder, die die gegen Russland verhängten Sanktionen umgehen."

Das Regime in Kiew will offenbar mit allen Mitteln verhindern, dass Gas nach Deutschland fließen kann und stürzt die Bevölkerungen der europäischen Staaten damit wissentlich in eine Notlage. Doch der Krieg in der Ukraine ist, trotz aller Solidaritätsbekundungen seitens deutscher Politiker, nicht Deutschlands Krieg.


Quellen:


(1) Exklusiv: Ukraine fordert Kanada auf, keine Gasturbine an Russland zu übergeben | Reuters

(2) https://www.artikeleins.info/post/polen-f%C3%BCllt-seine-gasspeicher-mit-russischem-gas-aus-deutschland

(3) https://www.reuters.com/world/canadas-ukrainians-urge-trudeau-refuse-russian-demand-return-gas-turbine-2022-07-07/


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