Totalitarismus - Ungeimpfte nicht mehr behandeln, einsperren und mit Bußgeldern überziehen

Aktualisiert: 24. Dez. 2021

Wird Ungeimpften bald die medizinische Behandlung verwehrt? Die Forderungen zu so einem Vorgehen werden immer radikaler. Auch einzelne Kassenärzte brechen schon dieses Tabu. Eine Form des Gesundheitstotalitarismus ist auf dem Vormarsch.


Die medial verbreitete Sündenbock-Theorie lautet: Ungeimpfte überlasten die Intensivstationen. Auch die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KBV) sieht das so und fordert nun wütend "eine konsequente Strategie in der Pandemiebekämpfung". Konkrete Vorschläge bringt die KBV gleich mit. So könne man zum Beispiel ungeimpften Patienten ihre Behandlung in Rechnung stellen oder ihre Krankenkassenbeiträge stark anheben.


Damit könne man "Kollateralschäden von der Gesellschaft abwenden" und Pflegekräfte im stationären und ambulanten Bereich unterstützen. Das wäre dann quasi eine Gehaltserhöhung für die Pflegekräfte auf Kosten ungeimpfter Corona-Patienten. Außerdem fordern die Kassenärzte stärkere Kontaktbeschränkungen und eine allgemeine Impfpflicht:


"Dazu gehört ein bundesweiter Lockdown für Ungeimpfte, eine allgemeine Impfpflicht und eine Kostenbeteiligung Ungeimpfter an Krankenhaus-Leistungen, sollten diese mit einer Corona-Infektion in die Klinik eingeliefert bzw. auf einer Intensivstation behandelt werden müssen."

Strengste Einschränkungen müssten her, eine allgemeine Impfpflicht alleine würde noch nicht einmal ausreichen, so die KBV weiter. Die hohen Kosten der Pandemie müssten gestemmt werden. Bevor das aber soweit ist, müssen weiter die Ungeimpften herhalten:


"Der hohe Anteil der Menschen, die noch nicht geimpft sind, werden uns sonst in eine Katastrophe führen."

Außerdem würden sie "unser Gesundheitssystem in einem Maße überlasten, wie wir es bisher nicht kennengelernt haben", so die Kassenärzte. Apokalyptische Prophezeiungen, bei denen vor allem der Generationenkonflikt als Brandherd genutzt wird. Die ungeimpften Erwachsenen seien schuld an der Krise und nicht etwa die politischen Maßnahmen hätten psychische Störungen und Depressionen bei Jugendlichen und Kindern hervorgerufen. Die KBV weiter:


"Weil sich 13 Millionen Menschen in unserem Land nicht impfen lassen müssen, leiden vor allem die Kinder, Jugendlichen, jungen Menschen in Ausbildung, aber auch ältere und gefährdete Menschen. Die Zeit für eine Impfpflicht ist gekommen. Diese sollte aber nicht nur auf dem Papier stehen, sondern bei Missachtung spürbare Konsequenzen nach sich ziehen."

Eine allgemeine Impfpflicht könnte also erhebliche finanzielle Einbußen für Andersdenkende nach sich ziehen, die sowieso schon exorbitante Mehrkosten für die täglichen Corona-Tests tragen müssen um überhaupt arbeiten gehen zu können. Dass die sogenannten Impfstoffe noch gar keine endgültige Zulassung haben, aber die Menschen sie sich unter Zwang injizieren lassen sollen, erwähnt die KBV nicht.


Der Bielefelder Rechtsprofessor Franz C. Mayer fordert sogar, Ungeimpften den Versicherungsschutz ganz zu entziehen. "Wer pflichtwidrig, ungeimpft krank" werden würde, solle "auf den Kosten sitzen bleiben", so Mayer. Schon das Androhen härterer Strafen könne, so Mayer die Impfbereitschaft erhöhen.


Andere gehen sogar noch weiter und fordern, dass Ungeimpfte zu Hause bleiben sollen, also quasi staatlich verordnete Kerkerhaft zu befürchten haben. Jeder habe zwar das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, wenn er aber dadurch die Rechte anderer verletzt oder gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gar das Sittengesetz verstößt, hätte die Freiheit des Ungeimpften hier Grenzen. Das ist blanke Feindbildtheorie aber momentan gang und gäbe in unserer Gesellschaft.


Wirkung und Nebenwirkungen der neuartigen Vakzine sind fragwürdig, der Fremdschutz setzt schon nach relativ kurzer Zeit wieder aus. Menschen, die sich gegen eine Behandlung mit diesen experimentellen Substanzen entscheiden, handeln also sittenwidrig. Hola die Waldfee. Wissenschaftliche Begründungen für die Debatten um die Themen Triage oder Ausgangssperren für Ungeimpfte sucht man vergebens. Was in den Medien verbreitet wird ist Polemik und Hetze. Manche Kassenärzte weigern sich sogar Ungeimpfte überhaupt noch zu behandeln. Und Kati Degenhardt, Autorin bei t-online weiß ganz genau Bescheid, und wettert: "Ihr seid schuld!"



Dabei entbehrt diese Theorie, dass die Ungeimpften an allem schuld seien jeglicher Evidenz. Auch Geimpfte können das Virus weiter verbreiten, können sich selber infizieren und sogar auf der Intensivstation landen.


In den Wochenberichten des Robert-Koch-Instituts sieht man eindrücklich, dass die "Pandemie der Ungeimpften" eine reine Erfindung ist. Zwischen Mitte Oktober und Mitte November waren 62 Prozent der über 60-Jährigen Corona-Erkrankten mit Symptomen, doppelt geimpft oder wie man so schön sagt "voll immunisiert". 41 Prozent aller Corona-Toten war ebenfalls doppelt geimpft. In den meisten Fällen kennt noch nicht einmal das RKI den Immunstatus, daher seien dies noch nicht einmal perfekte Daten. Ein weiterer Faktor, der uns schon die ganze Krise über verfolgt - die schlampige Datenerfassung.


Auch die Tatsache, dass im letzten Jahr bis zu 5000 Intensivbetten in Deutschland abgebaut wurden, interessiert den Mainstream nicht. Grund für den Abbau war der Personalrückgang in der Pflege aufgrund miesester Arbeitsbedingungen. Jetzt will man da auch noch mit einer Impfpflicht nachlegen, was vermutlich zu noch mehr Engpässen führen wird.


Laut dem DIVI-Intensivregister liegen derzeit nicht mehr Patienten auf den Stationen als im November 2020. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sind all diese Fakten jedoch egal. Die Ungeimpften sind schuld und man sollte ungeimpfte Patienten im Notfall auch sterben lassen. Das jedenfalls deutet die Überschrift im vorwurfsvollen Artikel an, in dem suggeriert wird, dass die Mehrheit im Land gegen die Ungeimpften aufgebracht sei. Die sind ja schuld an den vollen Intensivstationen, so die FAZ. Die Politik hat laut den Autoren keine Fehler gemacht. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir so etwas unterstellen würden?





Quellen:


(1) Ungeimpfte Coronakranke an Behandlungskosten beteiligen (kvberlin.de)

(2) Corona: Ungeimpfte sind schuld, wenn ein Lockdown kommt! (t-online.de)

(3) RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Wochenberichte zu COVID-19

(4) PM: Fehlende Pflegekräfte auf Intensivstationen: In jedem dritten Bett kann kein Patient mehr behandelt werden (divi.de)

(5) DIVI Visualizations

(6) DIVI Visualizations (rki.de)

(7) Triage: Welche Rolle soll der Corona-Impfstatus spielen? (faz.net)


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