Thüringer Landtag - Verbindung zwischen Impfquote und Übersterblichkeit? Studie behauptet das.

Aktualisiert: 24. Dez. 2021

Ute Bergner, Abgeordnete im Thüringer Landtag stellte vergangene Woche eine Studie vor, die sich mit Übersterblichkeiten befasst hat. Untersucht wurden die Zahlen von September 2021 bis Oktober 2021 im Vergleich zu den Vorjahren. Das Fazit ist erschreckend.


Dr. Ute Bergner überreichte letzte Woche im Landtag der Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) das Dokument "Studie zur Übersterblichkeit in Deutschland". Bergner ist Abgeordnete der Partei "Bürger für Thüringen". Früher war sie in der FDP.


Studienautoren waren Prof. Dr. Rolf Steyer und Dr. Gregor Kappler und sie kamen zu dem Schluss, dass Impfquote und Übersterblichkeit in Deutschland zu korrelieren scheinen. Untersucht wurde von den Wissenschaftlern der Zeitrahmen zwischen dem 6. September 2021 und dem 10. Oktober 2021. Alle Ergebnisse basieren auf Daten des Statistischen Bundesamtes und des RKI. In der Studie wurde ein Durchschnitt der Übersterblichkeit in allen sechzehn Bundesländern errechnet. Dabei wurden die Daten aus den Jahren 2016, 2017, 2018, 2019, 2020 und 2021 verglichen.


Sachsen und Thüringen haben niedrigste Sterblichkeit


Interessant und gleichzeitig überraschend ist die Tatsache, dass die beiden Länder mit der niedrigsten Impfquote gleichzeitig die geringste Übersterblichkeit verzeichnen. Im Durchschnitt liegen die Impfquoten in den Bundesländern zwischen 65 und 71 Prozent, die Sterblichkeitsraten in der Bevölkerung betragen knapp zehn Prozent. Nur Mecklenburg-Vorpommern sticht bei den Toten hervor. Während sich die Impfquote in dem nördlichen Bundesland bei knapp 66 Prozent eingependelt hat, beträgt die Übersterblichkeit satte 16 Prozent. Die Wissenschaftler schreiben dazu:


"Die Korrelation beträgt + .31, ist erstaunlich hoch und vor allem in einer unerwarteten Richtung. Eigentlich sollte sie negativ sein, sodass man sagen könnte: Je höher die Impfquote, desto niedriger die Übersterblichkeit. Das Gegenteil ist aber der Fall und dies bedarf dringend der Klärung. Eine Über­sterblichkeit ist in allen 16 Ländern festzustellen. Die Anzahl der vom RKI berichteten Covid-Sterbefälle in dem betrachteten Zeitraum stellt durchweg nur einen relativ kleinen Teil der Über­sterb­lichkeit dar und kann vor allem den kritischen Sachverhalt nicht erklären: Je höher die Impfquote, desto höher die Übersterblichkeit."

Die niedrigste Übersterblichkeit verzeichnet aktuell Thüringen mit vier Prozent. Damit hat Thüringen eine etwas kleinere Todesrate als Sachsen auf Platz zwei. Dr. Bergner meint, dass man darauf stolz sein könne. Sie sagte:


"Die Gesundheit der Thüringer liegt uns allen am Herzen. Allerdings haben wir alle einen anderen Blick auf die Wege, die es gibt, Gesundheit zu erhalten."

Der Journalist Henning Rosenbusch, der mittlerweile in Schweden lebt hat auf Twitter als erstes von der Thüringer Studie berichtet. Die Autoren fassen ihre Ergebnisse wie folgt zusammen:


"Die Korrelation zwischen der Übersterblichkeit in den Bundesländern und deren Impfquote bei Gewichtung mit der relativen Einwohnerzahl des Bundeslands beträgt .31. Diese Zahl ist erstaunlich hoch und wäre negativ zu erwarten, wenn die Impfung die Sterblichkeit verringern würde.
Für den betrachteten Zeitraum (KW 36 bis KW 40, 2021) gilt also: Je höher die Impfquote, desto höher die Übersterblichkeit. Angesichts der anstehenden politischen Maßnahmen zur angestrebten Eindämmung des Virus ist diese Zahl beunruhigend und erklärungsbedürftig, wenn man weitere politische Maßnahmen ergreifen will, mit dem Ziel, die Impfquote zu erhöhen."




Forderung an die Politik


Aufgrund dieser Studienergebnisse hat Frau Dr. Bergner eine ganz klare Forderung an die Politik:


"Mein eindringlicher Appell an Sie: Hören Sie auf, auf Ungeimpfte Druck auszuüben! Überlassen Sie den mündigen Bürgern von Thüringen die Entscheidung, ob sie sich impfen lassen wollen oder nicht. 2G ist ausgrenzend und diskriminierend. Und ich bitte Sie, nehmen sie die von mir dargelegte Korrelation ernst und revidieren Sie Ihren 2G-Beschluss für Thüringen. Der Wert eines Menschen hängt nicht vom Impfstatus ab."

Quelle:


(1) Studie zur Übersterblichkeit: „Je höher die Impfquote, desto höher die Übersterblichkeit“ - Südthüringer Rundschau • Meinungsfreudig. Unabhängig. Bürgernah.

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