Studie: Lockdowns haben 20-mal mehr Lebensjahre gekostet als gerettet

Die weltweiten Lockdowns aus den Jahren 2020 und 2021 haben einer israelischen Studie zufolge 20-mal mehr Lebensjahre gekostet als sie gerettet haben.

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Eine israelische Studie hat errechnet, dass die Covid-19-Lockdowns aus den Jahren 2020 und 2021 etwa 20- mal so viele Lebensjahre gekostet haben als dadurch gerettet wurden. Die Analyse wurde im International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlicht und beschäftigte sich mit der umfassenden internationalen Literatur zum Thema Lockdowns und deren Auswirkungen und Nutzen. Die Wissenschaftler schrieben in dem Artikel "Sind Lockdowns zur Bewältigung einer Pandemie effektiv?":

"In dieser Arbeit haben wir einen Überblick über die Arbeiten zur Untersuchung der oben genannten Wirksamkeit sowie über die historischen Erfahrungen mit früheren Pandemien und Risiko-Nutzen-Analysen auf der Grundlage der Verbindung von Gesundheit und Wohlstand gegeben. Die vergleichende Analyse verschiedener Länder hat gezeigt, dass die Annahme der Wirksamkeit von Lockdowns nicht durch Beweise gestützt werden kann – weder in Bezug auf die aktuelle Covid-19-Pandemie noch in Bezug auf die Spanische Grippe 1918-1920 und andere weniger schwere Pandemien in der Vergangenheit."

In Zahlen ausgedrückt äußern sich die Autoren zu den, durch die Lockdowns verlorenen Lebensjahre der weltweiten Bevölkerungen wie folgt:

"Der Preis, den die Lockdowns für die öffentliche Gesundheit bedeuten, ist hoch: Unter Zugrundelegung des bekannten Zusammenhangs zwischen Gesundheit und Wohlstand schätzen wir, dass die Lockdowns 20-mal mehr Lebensjahre kosten als sie retten."

Die Wissenschaftler des Jerusalem College of Technology fahren fort und zeigen den Widerspruch auf, den internationale Politiker und Gesundheitsorganisationen in ihrer Einstellung zu den Themen Lockdowns und öffentliche Gesundheitspolitik in den Jahren vor Covid-19 hatten:

"Es sollte erwähnt werden, dass die gleichen Schlussfolgerungen – kein klarer Nutzen von Abriegelungsmaßnahmen im Falle einer Pandemie – von nationalen und internationalen Gremien vor dem Auftauchen von Covid-19 gezogen wurden. Mehrere Regierungen haben nämlich schon vor Jahren detaillierte Pläne für die Reaktion auf grippeähnliche Pandemien ausgearbeitet – siehe die Programme der US-amerikanischen Arbeitsschutzbehörde (2007) und des israelischen Gesundheitsministeriums (2007)."

Verwiesen wurde auch auf den 91-seitigen Bereitschaftsplan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Oktober des Jahres 2019, also kurz vor dem Ausbruch der sogenannten Pandemie und dem Start des weltweiten Wahnsinns der massiven Abriegelungen. Darin heißt es, dass "Maßnahmen zur sozialen Distanzierung `sehr störend sein können` und sorgfältig abgewogen werden sollten", dass "reisebezogene Maßnahmen `wahrscheinlich nicht erfolgreich` sind; `Grenzschließungen nur von kleinen Inselstaaten bei schweren Pandemien in Betracht gezogen werden können`" und dass "die Rückverfolgung von Kontakten und die Quarantäne von exponierten Personen unter keinen Umständen empfohlen wird."


Die Forscher verwiesen in ihrer Studie darauf, dass die Lockdown-Maßnahmen nicht nur nicht wirksam waren, sondern dass sie zudem viele Menschenleben- und Jahre kosteten, die von den internationalen Gesundheitsbehörden eigentlich hätten geschützt werden sollen. Am Beispiel der US-Metropole New York gingen die israelischen Forscher mit den Maßnahmen hart ins Gericht:

"Die Abriegelungsmaßnahmen hatten den direkten Nebeneffekt, dass sie die Sterblichkeit erhöhten. Die Krankenhäuser in Europa und den USA waren darauf vorbereitet, mit kleinen Gruppen hochansteckender Patienten umzugehen, während sie auf eine viel wahrscheinlichere Herausforderung – eine großflächige Ansteckung – nicht vorbereitet waren. Infolgedessen wurden Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens und Pflegeheime oft selbst zu Trägern der Ansteckung – zum großen Teil aufgrund der auf Abschottung basierenden Notfallpolitik."

Zusammenfassend heißt es in der Analyse:

"Während unser Verständnis der viralen Übertragungsmechanismen zu der Annahme führt, dass Abriegelungen ein wirksames Instrument für das Pandemiemanagement sein könnten, kann diese Annahme nicht durch die evidenzbasierte Analyse der gegenwärtigen Covid-19-Pandemie sowie der H1N1-Influenza-Typ-A-Pandemie (Spanische Grippe) von 1918-1920 und zahlreicher weniger schwerer Pandemien in der Vergangenheit gestützt werden."

Quellen:


(1) https://mdpi-res.com/d_attachment/ijerph/ijerph-19-09295/article_deploy/ijerph-19-09295-v2.pdf?version=1659419794


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