Satellitenbilder aus Butscha kommen von Pentagon-Firma

Anfang der Woche wurden Satellitenbilder veröffentlicht, die als Beweis dafür herhalten sollten, dass die russische Armee am Massaker in der ukrainischen Kleinstadt Butscha schuld ist. Doch die Firma die die Satellitenbilder bereitstellte, ist eng mit dem US-amerikanischen Pentagon verbunden.

Die Anfang der Woche von der Firma Maxar bereitgestellten Satellitenbilder aus Butscha sollen zweifelsfrei die russische Schuld am dortigen Massaker beweisen, doch Maxar ist ein Anhängsel des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums und daher nicht die vertrauensvollste Quelle. Denn Militär und Geheimdienste lügen in Kriegen immer, das hat schon Tradition. Man erinnere sich an die Brutkastenlüge 1991 und die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak 2003.


Der ehemalige US-Präsident Donald Trump gründete während seiner Amtszeit im Jahr 2020 die Weltraumstreitmacht der USA, die sogenannte "Space Force" und Maxar ist ein Teil dieses Projekts. Die Gründung der Teilstreitkraft stieß damals auf scharfe Kritik aus dem Ausland, vor allem aus Russland und dennoch wurde das Projekt durchgezogen. Maxar ist Pentagon-Partner von mindestens vier unterschiedlichen Programmen, das heißt das Unternehmen hat einen sehr engen Draht zum US-amerikanischen Militär.


Die veröffentlichten Satellitenbilder des Unternehmens stammen laut westlicher Medien aus dem Zeitraum 19. März bis 21. März 2022. Verwunderlich dabei ist, dass die Bilder aber erst viele Tage später publik gemacht wurden, denn wenn ein Massaker veranstaltet wird, sollte die Welt das doch so schnell wie möglich erfahren oder nicht? Zudem hatte das Pentagon laut Eigenangaben keine eigenen Informationen und Erkenntnisse zu den Vorfällen. Auch das ist komisch, denn man fragt sich ob das Pentagon nicht über eigene Satelliten verfügt und wenn nicht, warum es dann trotz der engen Kontakte zu Maxar keine eigenen Erkenntnisse über Butscha hatte.


Bei all den Ungereimtheiten rund um das Massaker, das zweifelsohne begangen wurde aber die Frage ist von wem, kommt man unweigerlich zu der Frage: Wem nutzt das Ganze? Wer hat ein Motiv, eine so schreckliche Tat zu begehen? Die Russen haben laut verschiedener Videoaufnahmen der Leichen noch "Care-Pakete" an die Zivilisten von Butscha verteilt und sollen sie dann nach dem Essen einfach so kaltblütig erschossen haben? Unglaubwürdig. Und wenn ja, warum haben sie die Leichen dann einfach liegengelassen, wenn sie doch von vorneherein hätten ahnen können, von allen westlichen Politikern und Medien als Kriegsverbrecher dargestellt zu werden?


Den Ukrainern hingegen, also der Regierung in Kiew spielt eine anti-russische Stimmung auf jeden Fall in die Karten, denn so können sie noch mehr Waffen und Beistand vom Westen erbitten, was sie jetzt ja auch bekommen. Die weißen Armbinden der Opfer sollen russische Sympathien angezeigt haben und Anfang April ist nachweislich auch das rechtsextremistische Asow-Bataillon in Butscha eingerückt. Asow ist bekannt dafür, die Russen zu hassen und alles russische ausrotten zu wollen. Sprich, diese Leute hätten ein Interesse an dem Massaker gehabt und auch daran es Russland in die Schuhe zu schieben.


Auch die USA sind interessiert an Unruhen und generell an allem, was Russland in ein schlechtes Licht rückt. Die Amerikaner haben noch nie davor zurückgeschreckt, Gräueltaten zu begehen oder sie begehen zu lassen, nur um ihre eigene Agenda durchzusetzen. Und je länger der Krieg in der Ukraine dauert, umso eher sind die Russen geschwächt, ganz nach dem Willen der Falken In Washington. Auch zarte Pflänzchen einer Annäherung zwischen Moskau und Kiew sind für die USA nicht wünschenswert, denn sie wollen keine neutrale Ukraine sondern eine Ukraine in ihrem Einflussbereich, die sie mit Atomwaffen an der Grenze zu Russland bestücken können. In Istanbul zeichnete sich kurz vor dem Massaker eine solche Annäherung ab, da kam das Massaker den Amis doch ganz gelegen, oder?


Nach den widerlichen Morden in Butscha, die bis heute nicht aufgeklärt sind und es vielleicht niemals werden, will keine der Parteien mehr etwas von einer Einigung wissen. Der Außenminister der Ukraine gab zu, "dass die Diplomatie unter diesen Umständen nicht der zentrale Pfeiler einer Friedensregelung, eines Friedensprozesses ist. Wir müssen den Frieden auf dem Schlachtfeld gewinnen". Eine neue Runde in den Verhandlungen zwischen den beiden Kriegsparteien ist derzeit nicht geplant, die USA können Russland in der Ukraine ihr neues Afghanistan bereiten. Der Krieg soll sich in die Länge ziehen und Moskau finanziell ausbluten lassen.


Dabei behilflich ist die Firma Maxar die Satellitenbilder liefert die perfekt in die Kriegspropaganda der NATO-Staaten passen. Dass diese Bilder zwei Wochen lang niemanden interessierten, ist vollkommen egal, denn die Emotionen sind nun geweckt bei den Menschen. Putin ist böse und wir müssen jetzt in den Krieg. Vielleicht sind die Bilder auch manipuliert worden, wer weiß, heute im digitalen Zeitalter kann man alles fälschen. Aber selbst wenn nicht, die USA und die EU haben jetzt exakt das was sie brauchen um ihre Pläne mit der Ukraine umzusetzen und Russland zu dämonisieren. Butscha kam zum richtigen Zeitpunkt und auch die Leichen waren nach zwei Wochen, die sie da offensichtlich auf den Straßen lagen noch nicht verwest. Was für ein Glück aber auch.


Quellen:


(1) https://www.artikeleins.info/post/butscha-massaker-satellitenbilder-widersprechen-russlands-darstellung

(2) https://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/-/asset_publisher/cKNonkJE02Bw/content/id/4373061#16

(3) https://www.maxar.com/who-we-serve/us-defense

(4) https://www.artikeleins.info/post/butscha-das-pentagon-hat-keine-eigenen-informationen-zu-mutma%C3%9Flichem-massaker

(5) https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/14280265






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