Pfizer: Chronologie eines kriminellen Unternehmens

In den USA wurde von verschiedenen Seiten eine Chronologie von Pfizers größten Skandalen und kriminellen Machenschaften der Vergangenheit erstellt. Es stellt sich aufgrund all dieser ungeheuren Bestechungen, der Korruption und des Betrugs von Pfizer die ernsthafte Frage, wie der Konzern noch so viel Vertrauen bei den Menschen genießen kann.


Los ging das ganze Desaster um den US-Pharmariesen Pfizer im Jahr 1994. Damals logen die Verantwortlichen des Konzerns in Bezug auf die Zulassung einer mechanischen Herzklappe und Pfizer wurde zu einer Zahlung von 10,75 Millionen US-Dollar verdonnert. Der Grund war, dass man Sicherheitsbedenken unter den Teppich kehrte und die Herzklappen in manchen Fällen zum Tod der Patienten führten.


Zwei Jahre später, im Jahr 1996 wurden Kindern in Nigeria experimentelle Medikamente verabreicht ohne vorher die jeweiligen Elternteile der Minderjährigen zu konsultieren. 200 Kinder wurden Teil eines pharmazeutischen Experiments von Pfizer, 11 davon überlebten die Medikamententests nicht und unzählige weitere mussten schwerste Nebenwirkungen, bis hin zu multiplem Organversagen und Hirnschäden erleiden.


Doch mit der Jahrtausendwende gingen die Skandale rund um den Pharmakonzern erst richtig los. Im Jahr 2004 musste Pfizer 430 Millionen US-Dollar Strafe zahlen, um den Vorwurf von betrügerischen Werbekampagnen abzuwenden. Inhalt des Streits war das Medikament Neurontin, das unzulässig angewendet wurde.


2008 manipulierte Pfizer Studien in dem Sinne, dass der Konzern die negativen Auswirkungen von Neurontin vertuschte und die Veröffentlichung der Studien zu dem Medikament verlangsamte. Damals berichtete die New York Times (NYT) über den Skandal.


Nur ein Jahr später musste Pfizer eine Geldstrafe in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar bezahlen, weil der Konzern ein Schmerzmittel falsch gekennzeichnet hatte. Inhalt des Rechtsstreits war das Medikament Bextra, Pfizer bekannte sich schuldig, mehrere Medikamente illegal beworben und Ärzte bestochen zu haben. Die falsche Kennzeichnung erfolgte mit voller Absicht und sollte Patienten und Mediziner gleichermaßen in die Irre führen.


Im selben Jahr, also 2009 wurde der Konzern in 35 000 Fällen angeklagt und bezahlte eine Strafe in Höhe von 750 Millionen US-Dollar. Inhalt des Verfahrens war das Diabetes-Medikament Rezulin, welches 63 Menschen tötete. Die Opfer erlitten schwere Leberversagen, neben den 63 Toten erlitten viele bleibende Schäden. Damals unterstützte die Food and Drug Administration (FDA) den Konzern und das obwohl die schädliche Wirkung des Arzneimittels schon ersichtlich und der Nutzen von Retalin äußerst fraglich war.


2010 folgte eine weitere Strafzahlung in Höhe von knapp 142 Millionen US-Dollar aufgrund der illegalen Vermarktung und des betrügerischen Verkaufs von Neurontin. Das Arzneimittel wurde damals entgegen der Empfehlungen der FDA vertrieben, Marketing und Verkauf von Neurontin verstießen gegen US-amerikanische Bundesgesetze.


Fast zur selben Zeit gab das Unternehmen zu, dass es im zweiten Halbjahr des Jahres 2009 medizinisches Personal geschmiert hatte. Mehrere tausend Ärzte und Pfleger erhielten von Pfizer circa 20 Millionen US-Dollar, der Fall wurde untersucht und der Rechtsstreit wegen illegaler Medikamentenwerbung beigelegt.


Dieser Prozess wurde von einem weiteren Skandal noch übertroffen, denn im selben Jahr klagte das "Blue Cross" gegen Pfizer wegen Bestechung von 5 000 Ärzten. Den Medizinern wurden von Pfizer Urlaube in die Karibik, Massagegutscheine und weitere Freizeitaktivitäten bezahlt um das Arzneimittel Bextra für den "Off-Label"-Gebrauch einsetzen zu können.


Und auch vor Erpressung schreckte der Konzern nicht zurück. Im Jahr 2010 wurden Dokumente geleakt, die belegten, dass Pfizer den Generalstaatsanwalt von Nigeria dazu bringen wollte eine angestrebte Klage gegen das Unternehmen fallen zu lassen. Es ging um nicht weniger als sechs Milliarden US-Dollar Schadenersatz aufgrund des schon 1996 angestrebten Trovan-Prozesses. Und die Erpressung lohnte sich, denn im Jahr 2009 wurde die Klage tatsächlich eingestellt.


Wiederum zwei Jahre danach musste sich Pfizer einer Anklage der SEC (US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde) ausgesetzt sehen. Der Vorwurf lautete auf Verstoß gegen den Foreign Corrupt Practises Act. Es ging um Bestechung von Medizinern in acht verschiedenen Staaten außerhalb der USA, ausgehend von Pfizers Tochtergesellschaften, mit dem Ziel Aufträge zu erhalten.


Bis einschließlich 2012 zahlte Pfizer 1,2 Milliarden US-Dollar in knapp 10 000 Klageverfahren an Frauen, die durch das von Pfizer vertriebene Medikament Prempro an Brustkrebs erkrankten. Im Jahr 2013 berappte der Konzern knapp 55 Millionen US-Dollar um strafrechtliche Vorwürfe beizulegen, ausgehend von Medizinern und Patienten. Inhalt war das Ignorieren von schweren Nierenschäden und akutem Nierenversagen durch den Protonenpumpenhemmer Protonix. Im selben Jahr zahlte das Unternehmen weitere 288 Millionen US-Dollar in Verfahren von circa 2 700 Menschen, die durch das Arzneimittel Chantix schwere psychische Schäden bis hin zu Selbstmordgedanken erleiden mussten.


Im Zuge der von Pfizer entwickelten sogenannten Covid-19 Impfungen zeichnen sich auch immer mehr Fälle schwerer Schäden bei den Patienten ab. So hat beispielsweise ein 12-jähriges Mädchen aus den USA schwere gesundheitliche Probleme davongetragen und sitzt, seit sie an den klinischen Versuchsreihen von Pfizer teilnahm im Rollstuhl. Der Konzern gab den Impfschaden des Mädchens bei der FDA als Bauchschmerzen an.


Pfizer kann aufgrund all seiner Skandale und Strafzahlungen der letzte zwei Jahrzehnte getrost als das kriminellste Unternehmen der Welt angesehen werden, wird aber von unseren Politikern und Medien hofiert wie ein Kaiser. Nur, stellt sich aber immer mehr heraus, dass dieser Kaiser gar keine Kleider mehr anhat.

Quellen:


(1) Pfizer-Einheit soll Vorwürfe der Lüge über herzklappen beilegen - The New York Times (archive.org)

(2) Riesige Strafe bei Medikamentenbetrug / Pfizer legt Strafverfahren in Neurontin Off-Label-Promotion bei (sfgate.com)

(3) Experten schließen manipulierte Studien von Pfizer - The New York Times (archive.org)

(4) Justizministerium kündigt größten Vergleich von Betrug im Gesundheitswesen in seiner Geschichte | OPA-| Justizministerium (justice.gov)

(5) Pfizer stimmt zu, Klage über Diabetes-Medikament Rezulin beizulegen - Los Angeles Times (latimes.com)

(6) Neurontin-Klagen - Pfizer Illegales Marketing, Verletzungsansprüche (yourlawyer.com)

(7) Pfizer Details Zahlungen an Ärzte und Forscher - The New York Times (archive.org)

(8) Blaues Kreuz benennt und beschämt Pfizer-Führungskräfte mit Massagen-für-Rezepte-Push verbunden - CBS News

(9) WikiLeaks-Depeschen: Pfizer "benutzte schmutzige Tricks, um die Auszahlung klinischer Studien zu vermeiden" | Pfizer | Der Guardian (theguardian.com)

(10) SEC.gov | SEC klagt Pfizer wegen FCPA-Verstößen an

(11) Pfizer zahlte 896 Millionen US-Dollar an Prempro-Vergleichen - Bloomberg

(12) Protonenpumpenhemmer Klage | Nexium, Prilosec Nierenverletzungen (drugwatch.com)

(13) Pfizer rechnet mehr als 2.000 Chantix-Klagen bei und nimmt 273 Millionen US-Dollar | FiercePharma

(14) https://www.artikeleins.info/post/impfungen-oder-gentherapeutika-was-sind-mrna-injektionen-wirklich

(15) Helfen Sie uns, Maddie de Garay und die Trusted News Initiative bekannt zu machen (substack.com)

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