Nord Stream Pipelines: Drohnenaufnahmen zeigen großes Ausmaß an Zerstörung auf

Drohnenaufnahmen der gesprengten Nord Stream Pipelines haben das große Ausmaß an Zerstörung der Röhren aufgezeigt. Dabei wurde sichtbar, dass ein knapp 50 Meter großes Teil fehlt, was auf eine enorme Explosion schließen lässt.

Foto: Screenshot Blueeye Robotics auf Twitter


Neue Aufnahmen, die mit einer Unterwasserdrohne angefertigt wurden, zeigen das große Ausmaß der Zerstörung an den Nord Stream Pipelines auf. Dabei wurde entdeckt, dass ein knapp 50 Meter langes Teil der Röhre fehlt, was auf eine enorme Explosion und viel Sprengstoff hindeutet. Das Bild- und Videomaterial der zerstörten Röhren wurde von der norwegischen Firma Blueeye Robotics angefertigt und von einer schwedischen Tageszeitung veröffentlicht.


Auf den Fotos und Videos kann man die massiven Schäden an den Pipelines betrachten, die sich in einer Tiefe von fast 80 Metern befinden, bei der Röhre Nord Stream 1 fehlt offenbar das angesprochene 50 Meter Stück. Es ist bezeichnend, dass die Aufnahmen der zerstörten Pipelines von einem norwegischen Unternehmen kommen, denn die deutsche Bundesregierung hat an einer Aufklärung der Sabotageaktion offenbar kein Interesse. Zudem wurde seitens der deutschen Bundespolizei behauptet, dass man zum Anschlagsort gereist sei um zu ermitteln, dass dann aber die nötige Ausrüstung zum Abtauchen gefehlt habe. Als Gerätetauchlehrer und als jemand, der sich auch im technischen Tauchen auskennt, ist diese Behauptung für mich eine absolute Irreführung der Öffentlichkeit, denn kein Tauchprofi vergisst einfach mal so die richtige Ausrüstung zum entsprechenden Tauchgang mitzunehmen.


Um die in den oben gezeigten Bildern und Filmaufnahmen angerichteten Schäden anzurichten, muss es eine enorme Explosion gegeben haben. Experten sprechen hier von einer Sprengkraft von mindestens 500 Kilogramm TNT. Die Röhren bestehen aus einer knapp vier Zentimeter dicken Stahllegierung und sind zudem noch in eine Stahlbetonhülle von sechs bis elf Zentimetern Stärke eingehüllt. Das Gesamtgewicht einer einzigen Sektion der Röhren beläuft sich auf elf Tonnen Stahl, rechnet man den Stahlbeton hinzu, kommt man auf gute 25 Tonnen.

Die Aufklärungsarbeit zu den Anschlägen verläuft alles andere als kooperativ zwischen den einzelnen betroffenen Staaten. Deutschland hat offenbar kein Interesse an einer Aufklärung oder darf es schlichtweg nicht, da es der "große Bruder" in Washington verbietet, die Schweden und die Dänen stützen sich auf die Behauptung, die Ermittlungsergebnisse würden die nationale Sicherheit gefährden. Doch was soll da verheimlicht werden? Vielleicht die Tatsache, dass Russland behauptet im Besitz von Bildern zu sein, auf denen die Überreste eines NATO-Torpedos zu sehen sind?


Schon im Jahr 2015 fand man in der unmittelbaren Nähe der Pipeline Nord Stream 1 eine Seafox-Drohne der NATO, die damals nicht explodierte. Die NATO behauptete damals, dass die Drohne bei einer Übung verloren gegangen sei nachdem der Energiekonzern Gazprom die entsprechenden Bilder öffentlich machte.






Quellen:


(1) https://www.expressen.se/nyheter/forsta-bilderna-fran-sprangda-gasroret-pa-ostersjons-botten/

(2) https://www.artikeleins.info/post/nord-stream-pipelines-bundesregierung-will-informationen-%C3%BCber-sabotage-geheim-halten

(3) Nord-Stream-Pipelines: Keine gemeinsamen Ermittlungen | tagesschau.de

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