NATO vor der Haustür: Weißrussland bittet Moskau um Atomwaffen

Wegen der andauernden NATO-Übungen in Osteuropa und vor den Haustüren von Russland und Weißrussland hat Weißrussland Moskau nun um atomare Bewaffnung gebeten. Das geht aus einem Gespräch zwischen Russlands Präsident Putin und Weißrusslands Staatsoberhaupt Lukaschenko in St. Petersburg hervor.

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Westliche Medien ereifern sich schon wieder, eine einseitige nukleare Bedrohung aus dem Osten zu zeichnen, erwähnen aber nicht die ständigen NATO-Übungen an den Grenzen zu Russland und Weißrussland, die Übungen durchführen, wie man Atomwaffen auf diese beiden "Feindstaaten" abwerfen kann. Es heißt nur, dass Russland seinem kleinen Nachbarn atomwaffenfähige Raketen liefern will, der Kontext der ganzen Geschichte wird aber geflissentlich ignoriert. Denn es könnte den Leser sicherlich verunsichern, wenn er von NATO-Übungen an den Grenzen Weißrusslands und Russlands lesen würde und diese NATO-Übungen auch noch Atomkrieg spielen.


Die NATO-Übungen finden ziemlich oft statt und auch schon seit geraumer Zeit, Russlands Präsident Putin sprach nun mit dem Staatsoberhaupt Weißrusslands über das Thema in St. Petersburg, beide äußerten ihre Sorgen über die gestiegene atomare Bedrohung an ihren Grenzen. Schon im Jahr 2021 teilte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit, dass "strategische Bomber der US-Luftwaffe ihre Aktivitäten in der Nähe der russischen Staatsgrenze verstärkt" hätten. Im Detail gab es im Oktober 2021 "etwa 30 Einsätze von US-Flugzeugen. Das sind 2,5 Mal mehr als letztes Jahr. Und sie näherten sich der Grenze bis auf 20 km – dem Mindestabstand. Im November übten 10 Bomber im Rahmen der Übung Global Thunder den Einsatz von Atomwaffen aus dem Westen und dem Osten".


Im Anschluss verwies Schoigu auf "die zunehmende Zahl von Flügen in unmittelbarer Nähe der russischen Ostgrenzen hin. Über den Gewässern des Ochotskischen Meeres führte die strategische US-Luftwaffe 22 Flüge durch (im Jahr 2019 waren es drei). Die Besatzungen übten den Einsatz von Marschflugkörpern mit einem simulierten Raketenangriff. Ihre Aktionen sind nicht nur eine Bedrohung für Russland, sondern auch für China." Dabei betonte er, "dass unter den Bedingungen der geopolitischen Turbulenzen die Entwicklung der Zusammenarbeit mit China besonders wichtig sei, zumal die beiden Länder seit vielen Jahren strategische Partner seien. Die Zusammenarbeit wird angesichts des wachsenden Konfliktpotenzials in verschiedenen Teilen der Welt ein stabilisierender Faktor sein."

Der chinesische Verteidigungsminister "Wei Fenghe sagte seinerseits: Die Vereinigten Staaten gehen genauso aggressiv gegen China vor. Aber China und Russland werden gemeinsam in der Lage sein, der Hegemonie der USA in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht erfolgreich entgegenzutreten."


Und auch das weißrussische Verteidigungsministerium verwies schon letztes Jahr auf eine zunehmende Bedrohung seitens der NATO und setzte daraufhin die Zusammenarbeit mit der " Nordatlantischen Allianz" aus. Viktor Gulevich, Chef des weißrussischen Generalstabs und Erster Stellvertretender Verteidigungsminister sagte:


„Die US-Luftwaffe ist aktiv dabei, den so genannten osteuropäischen Kriegsschauplatz zu übernehmen."

Von all diesen Dingen erfährt der westliche Mainstreamkonsument leider nichts. Ihm wird erzählt, die Russen und auch Lukaschenko seien aggressive Monster, die sich unbedingt nuklear aufrüsten wollen um den "Wertewesten" anzugreifen.


Quellen:


(1) https://www.spiegel.de/ausland/wladimir-putin-ruestet-alexander-lukaschenko-aus-russland-will-belarus-atomwaffenfaehige-raketen-liefern-a-255d89d6-7ad8-433a-a820-9d1a29403dda

(2) http://kremlin.ru/events/president/news/68702

(3) https://www.vesti.ru/article/2643517

(4) https://www.vesti.ru/article/2643404


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