Müllkatastrophe: Weltweit drei Millionen weggeworfene Schutzmasken pro Minute

Nach der Corona-Krise folgt jetzt die große Müll- und Umweltkrise, denn neben fast 130 Milliarden weggeworfener Schutzmasken pro Monat werden auch die Covid-Testkits und die Unmengen an Latexhandschuhen nicht richtig entsorgt. Für die Natur und insbesondere die Meere bahnt sich eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes an.


Weltweit werden pro Minute drei Millionen Schutzmasken aus Plastik weggeworfen, auf den Monat hochgerechnet sind das knapp 130 Milliarden Stück. Diese verheerenden Zahlen bestätigte nun die American Chemical Society und machte damit auf die katastrophalen Folgen der Corona-Krise durch Unmengen an Plastikmüll aufmerksam. Die Masken verschmutzen vor allem die Meere, denn nach einer gewissen Zeit setzen die auf Erdöl basierenden Stofffetzen Schwermetalle und Färbemittel frei.


Genau aus diesem Grund dürfen die Schutzmasken in Deutschland auch nicht im Altpapier landen sondern müssen wegen der, nach dem Tragen eingeschlossenen Keime die sie enthalten am besten in einem extra verschlossenen Beutel im Restmüll entsorgt werden. Chinesische Forscher fanden heraus, dass bis zum heutigen Tag bereits knapp 25 000 Tonnen Schutzmasken in die Weltmeere gelangt sind. Für das dortige, sehr empfindliche Ökosystem stellt diese Tatsache eine unglaubliche Katastrophe dar.


Auf den Philippinen sorgte der Maskenmüll in einigen Gegenden sogar schon für heftige Überschwemmungen, weil durch die unsachgemäße Entsorgung der Einweg- und FFP-2-Schutzmasken die dortigen Abflüsse verstopft wurden. Oceans Asia fand in einer Studie heraus, dass nur im ersten Pandemiejahr 2020 ungefähr 1,5 Milliarden Masken in die Meere gespült wurden, zusätzlich zu dem ohnehin schon heftigen Plastikmüll in den Ozeanen kommen dadurch noch einmal knapp 6 500 Tonnen Kunststoffmüll hinzu.


Bei den Corona-Schnelltests ist die Lage für die Umwelt nicht viel besser, denn aufgrund von circa 58,5 Millionen Schnelltests, die die Deutschen regelmäßig in Anspruch nehmen wollen oder müssen, entstehen knapp 36,69 Millionen Tonnen Plastikmüll jährlich. Zu diesen Ergebnissen kam eine Modellrechnung. 75 Prozent aller Masken und Tests werden weltweit in den Ozeanen landen oder in Bodenaufschüttungen begraben werden.


Für die Natur und speziell die Weltmeere bedeutet die Corona-Krise demnach eine Apokalypse ungeheuren Ausmaßes.


Quellen:


(1) Drohende Umweltkatastrophe: Die Maske wird zum Müllproblem - ZDFheute

(2) Modellrechnung: Zehntausende Tonnen Plastikmüll fallen durch Selbsttests an - FOCUS Online

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