Krieg in Europa - Party beim militärisch-industriellen Komplex

Wäre der "Wertewesten" wirklich an einer friedlichen Lösung im Ukraine-Konflikt interessiert, würde er keine Waffen liefern und auf jegliche aggressive Sprache verzichten. Das Gegenteil ist aber der Fall und die Rüstungsindustrie freut sich über ein neues milliardenschweres Konjunkturprogramm.


Was derzeit in der Ukraine passiert ist unfassbar menschenverachtend wie heuchlerisch zugleich und der schwelende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine wird am Ende so oder so nur einen Gewinner hervorbringen, und zwar die Waffenindustrie. Verlierer sind all diejenigen, die in diesem sinnlosen Krieg an der vordersten Front verheizt werden, die Männer mit Kindern, Frauen und Familien. Sie alle ziehen für eine, auf beiden Seiten des Konflikts herrschsüchtige Macht-Clique in den Kampf, den sie gar nicht gewinnen können.


Friedensappelle seitens der EU, der NATO oder der USA in Richtung Russland gab es bislang keine, nur Aufforderungen an Putin, sein Militär umgehend abzuziehen. Aber eigentlich müsste eine Partei, die wirklich am Erhalt und der Wiederherstellung des Friedens in der Ukraine interessiert ist, die Regierungen zu Verhandlungen und Diplomatie drängen. Doch was machen die Regierungen im Westen, einschließlich Deutschlands? Sie fordern die Ukrainer auf, den sinnlosen Krieg noch weiter zu führen. Und somit werden von Kiew nun sogar ganze Bataillone von Zivilisten in den Kampf geschickt, jeder der sich registriert bekommt ein Sturmgewehr und kann an die Front. An eine Front, an der diese zivilen Kräfte gegen eine übermächtige russische Armee verheizt und dem Bären zum Fraß vorgeworfen werden.


Doch was könnte der Westen jetzt tun, um auf die ukrainische Führung einzuwirken und noch schlimmeres für Europa und die Welt zu verhindern? Er müsste sich, so hart sich das anhören mag, ernsthaft mit den Sicherheitsinteressen, auch von Russland beschäftigen. Aber daran scheint kein Interesse zu bestehen, im Gegenteil, die Ukrainer werden noch aufgestachelt und bis an die Zähne bewaffnet.


Fangen wir mit Deutschland an. Deutschlands Regierung hat beschlossen, Waffen in die Ukraine zu liefern und zwar unter anderem 500 Stinger-Raketen. Auch den Niederlanden und Estland erlauben die Deutschen ihre Waffen, die sie einst von der BRD erhalten haben in die Ukraine zu schicken. Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat von Kanzler Olaf Scholz ein Konjunkturprogramm in Höhe von 100 Milliarden Euro zusätzlich erhalten, bei Rheinmetall wird wahrscheinlich ausgiebig gefeiert. Das Unternehmen bot der Regierung daraufhin Waffen im Wert von 42 Milliarden Euro an, ließ sich also nicht lumpen. Deutsche Zuverlässigkeit in Kriegszeiten eben. Hat ja auch damals schon funktioniert.


Und mit dem Rheinmetall-Deal und der horrenden geplanten Aufrüstungspolitik wurden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn die Europäer können nun endlich ihre alten Waffen und die dazugehörige Munition an die Ukraine loswerden. Warum das so wichtig ist? Ganz einfach, die Waffen hätten sonst sehr kostspielig entsorgt werden müssen, denn auch einige Sorten von Munition laufen nach einer gewissen Zeit ab und werden unbrauchbar. Da man das alte Zeug jetzt alles in die Ukraine liefert, muss man sich natürlich neu eindecken und hat mit Rheinmetall den passenden und zuverlässigen Partner an seiner Seite. Noch einmal: All das passiert auf dem Rücken unschuldiger Zivilisten, die glauben für eine wohlmeinende Kaste von Staatslenkern in den Krieg zu ziehen.


Auch die Finnen, die Italiener, die Kroaten, sowie Norwegen, Kanada und Slowenien liefern Sturmgewehre, Munition, Panzerabwehrwaffen, Kalaschnikows und sonstige Militärtechnik an die Ukraine.


Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es den Anschein macht als ob viele NATO-Staaten auf einen Schlag all ihre alten Waffen loswerden wollen. Und das hat auch einen Grund, denn die NATO-Staaten müssen dafür nichts berappen. Die Zeche zahlt die Europäische Union (EU), denn diese hat angekündigt, der Ukraine Waffen und Militärtechnik in einer Höhe von 450 Millionen Euro zu liefern. Das bedeutet, dass die NATO-Staaten der EU die ausgediente Militärtechnik verkaufen und die sendet das Zeug dann weiter in die Ukraine.


Und auch Kampfflugzeuge sollen in die Ukraine geliefert werden. Aber auch da erhalten die armen ukrainischen Soldaten und Zivilisten nicht neue Ware, denn auf neuen NATO-Kampfflugzeugen und mit neuester NATO-Militärtechnik sind diese Menschen gar nicht ausgebildet. Nein, es kommen ausgemusterte Flugzeuge aus ehemaligen Sowjetstaaten, die in den heutigen osteuropäischen Ländern gar nicht mehr zum Einsatz kommen. Perfide. Die EU wird auch einen angemessenen Preis für die alten Flugzeuge bezahlen, denn die NATO-Staaten brauchen dann später ja neue Kampfjets und die kosten bekanntlich viel Geld. Und dieses Geld wiederum fließt direkt in den militärisch-industriellen Komplex.


Einige EU-Staaten haben es ihren Bürgern nach einem Beschluss des ukrainischen Präsidenten Selensky erlaubt, für die Ukraine als Söldner zu kämpfen. Demnach dürfen diese Männer ohne Visaprobleme in die Ukraine einreisen und sich einer "Freiwilligenlegion" anschließen um gegen die Russen zu kämpfen. Doch ist inzwischen auch durchgesickert, dass sich unter den Freiwilligen auch Ex-NATO-Militärs und radikal-nationalistische Angehörige des Bataillons Asow befinden.


Die Ukraine verheizt also Zivilisten und Söldner in einem Krieg, den sie mit abgelaufenen alten Schrottwaffen gegen eine mächtige und topp ausgestattete russische Armee führen sollen. Und der Westen beklatscht das auch noch. Friedensbemühungen sehen meiner Ansicht nach anders aus. Es scheint fast so, als wolle man im Westen gar nicht, dass dieser Krieg endet. Denn wenn sich auf Sicht keine friedliche Lösung findet, werden auch die Russen ein Problem bekommen. In dem Fall könnte Russland ein neues Afghanistan drohen, mit unbekanntem Ausgang.


Quellen:


(1) Deutschland übergab der Ukraine einen Teil der deutschen Panzerfahrzeuge - International Panorama - TASS

(2) Größter Rüstungskonzern Deutschlands Rheinmetall bot den Behörden Waffen für 42 Mrd. € an - Internationales Panorama - TASS

(3) Finnland wird der Ukraine Waffen liefern - Internationales Panorama - TASS

(4) Italien wird militärtechnische Ausrüstung in die Ukraine schicken - Internationales Panorama - TASS

(5) Kroatien wird die Ukraine mit Kleinwaffen und militärischer Ausrüstung für 16,5 Mio. EUR beliefern - Internationales Panorama - TASS

(6) Norwegen will Waffen an die Ukraine liefern - Internationales Panorama - TASS

(7) Kanada wird Panzerabwehrwaffen in die Ukraine schicken - Internationales Panorama - TASS

(8) Slowenien wird Waffen, Munition und Helme als Hilfe in die Ukraine schicken - Internationales Panorama - TASS

(9) EU unterstützt Ukraine mit 450 Millionen Euro für "tödliche Waffen" — RT DE

(10) COMPACT.Der Tag vom 1.3.2022 – COMPACT TV (compact-online.de)

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