Israel - keine Impfung, kein Job



In der EU zum Vorbild stilisiert, wird der Grüne Impfausweis für immer mehr Bürgerinnen und Bürger Israels zum Problem. Der Grund dafür ist, dass sich Israels Gesellschaft immer mehr zu einer ausgrenzenden Gemeinschaft gegenüber "Impfunwilligen" entwickelt. Seit kurzem drohen Arbeitgeber mit Sanktionen gegen Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen.


In unseren Medien wird in Dauerschleife erzählt, dass nunmehr schon über 9 Millionen Einwohner in Israel den seligmachenden Piks erhalten haben und es dadurch wieder möglich sei, ein Stück weit zur Normalität zurückzukehren. Konzerte, Veranstaltungen, Bars. All das können Bürger mit Grünem Pass wieder besuchen. Die EU diskutiert seit Wochen eifrig über dieses Modell und es wird wohl bald auch hierzulande eingeführt werden.


Kritiker dieser Maßnahmen sehen sich in der Entwicklung in ihren Befürchtungen bestätigt: der Euphorie, mit der die Impfungen in Israel gestartet waren, folgt nun die Ernüchterung und eine Ausgrenzungsgesellschaft für Gegner der Impfung. So hat die nationale Lotteriegesellschaft vor, "Impfunwillige" zu entlassen, wenn sie sich nicht der Behandlung unterziehen wollen. Ihr Chef, Avigdor Izchaki soll der israelischen Nachrichtenseite Ynet folgendes gesagt haben:


Wer sich nicht impfen lässt, wird zunächst in den unbezahlten Urlaub geschickt und dann entlassen."

Auch große Supermarktketten stellen ihre Angestellten vor die Wahl, sich entweder impfen zu lassen oder sich mehrfach pro Woche einem Corona-Test zu unterziehen. Das Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem untersagt ungeimpften Mitarbeitern in Zukunft den direkten Patientenkontakt und versucht diese Menschen nun in anderen, etwa Bürotätigkeiten unterzubringen. Das Krankenhaus folgt damit direkt der Anweisung des israelischen Gesundheitsministeriums, das nicht immunisierten Mitarbeitern die Tätigkeit in bestimmten Bereichen des Gesundheitswesens untersagt. Außerdem geben die Behörden auch eine Richtlinie für Neueinstellungen von Personal aus:


"Ein neuer Angestellter, der sich weigert, geimpft zu werden, sollte nicht in einer medizinischen Einrichtung eingestellt werden."

Des weiteren dürfen ungeimpfte Personen nur noch auf Corona-Stationen arbeiten, wenn sie vorher eine spezielle Verzichtserklärung unterschrieben haben. "Aufklärung" betreiben spezielle Impfkliniken, in denen Mitarbeiter vorgeladen werden können, um über die "medizinischen Risiken und Konsequenzen" der Nichtinanspruchnahme einer Impfung belehrt zu werden..


Das Vorgehen der Klinik stößt auch auf Kritik. Grund sei der Personalmangel im öffentlichen Gesundheitswesen. Solange dieser nicht behoben sei, würde diese restriktive Umsetzung der Impfstrategie nur schwer umsetzbar sein.


Massive Proteste gegen medizinische Apartheid


Proteste gegen die Einführung dieser Zweiklassengesellschaft gibt es auch in Israel. Bereits Ende Februar erlebte Tel Aviv große Demonstrationen gegen die Massenimpfungen und die Einführung des Grünen Passes. Gefordert wurden mehr Transparenz und das "Ende der Tyrannei". Die Jerusalem Post berichtete über diese Aktionen der Kritiker.


Ein weiteres Problem sehen die Freiheitskämpfer in dem 30-Jährigen Verschluss der Verträge zwischen den Impfherstellern und der israelischen Regierung und fordern die Offenlegung aller Unterlagen. Viele Israelis fühlen sich durch die entstehende medizinische Apartheid bedroht. Erzählungen von Eltern, Tanten, Onkels oder Großeltern kommen wieder hoch. Geschichten von Menschen, die im Dritten Reich Juden töteten. Viele sehen das jetzige Regime als vergleichbar mit dem damaligen an. Ein Redner auf einer Bühne in Tel Aviv sagte, dass das genau solche Leute sind, die seine Tante damals ermordet haben. Heute würden diese Menschen massiv seine Rechte und Freiheiten einschränken.

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