Immer mehr Details kommen ans Tageslicht: Was war denn jetzt wirklich los in Butscha?

Zum mutmaßlichen Massaker von Butscha kommen immer mehr Details ans Tageslicht, die jedoch von den westlichen Medien weiterhin extrem gefärbt an die Öffentlichkeit transportiert werden.

Anhand neuer Details zum Fall Butscha lässt sich sehr schön nachzeichnen, mit was für einer Färbung die hiesigen Medien den Fall des mutmaßlichen russischen Massakers weiterhin behandeln und darüber berichten. Der Spiegel berichtete von "russischer Artillerie" die offenbar "dutzende von zivilen Opfern" tötete. Dabei wären "winzige Metallpfeile von Granaten" die Ursache für die vielen Todesopfer in Butscha gewesen.


Das Blatt bezieht sich dabei auf zwei Quellen: Einmal auf den britischen Guardian und auf die Washington Post. Der Guardian berichtete dabei über Zeugenaussagen die von der Washington Post "einige Tage zuvor zusammengetragen" wurden heißt es in dem Spiegel-Artikel. Doch liest man jetzt im Spiegel weiter, findet sich folgende Desinformation: Der Spiegel schreibt von mehreren "Zeugenaussagen", im Originalartikel der Washington Post findet sich aber nur eine Zeugin. Und diese Zeugin wurde von einem Ukrainer interviewt und noch nicht einmal von der Washington Post persönlich. Also haben wir eine Zeugin und kein absichtliches Massaker mit Hinrichtungen sondern einen Artilleriebeschuss.


Der Guardian berichtete am 24. April über die kleinen Metallsplitter, die Washington Post schon am 18. April. Die Metallsplitter oder Metallpfeile sind circa drei bis vier Zentimeter lang und werden mit Artilleriebeschuss großflächig verteilt. Dabei können sie mit enormer Geschwindigkeit viele Menschen töten oder verletzen, es ist etwas ähnliches wie Streumunition. Im Guardian-Artikel findet sich die Aussage, dass man die Pfeile in vielen Opfern von Butscha gefunden habe, was aber der offiziellen Berichterstattung widerspricht. Die Washington Post berichtete über die Metallpfeile wie gesagt bereits am 18. April und nannte dabei eine Zeugin namens Svitlana Chmut. Diese Dame ist seitdem flächendeckend in den Medien präsent wenn es um Butscha geht.


Das Problem an der Zeugenaussage von Chmut ist aber, dass der Autor des Post-Artikels in Washington ist und nicht vor Ort, er hat also gar nicht mit Frau Chmut gesprochen. Die Übermittlung der Zeugenaussage kommt von einem Ukrainer und der heißt Serhii Korolchuk der in der Ukraine lebt und zwar in Tschernigow. Tschernigow ist von Butscha etwa 150 Kilometer entfernt. Also hat sich der Spiegel in seinem Artikel auf eine Zeugenaussage aus der Washington Post berufen, die sich wiederum auf einen Ukrainer beruft der 150 Kilometer von Butscha entfernt lebt und mit der Zeugin des Artilleriebeschusses der Russen gesprochen haben will. Das ist alles. Nicht viel Handfestes möchte man meinen aber die komplette westliche Presse beruft sich auf genau diese angebliche Recherche.


In der Washington Post wird dazu geschrieben, dass "Chmut die Projektile am Morgen des 25. oder 26. März in ihrem Auto" fand "wie sie sagte, nach einer Nacht mit intensivem Beschuss auf beiden Seiten. Es ist nicht klar, ob die russischen Truppen durch ihre eigenen Geschosse verwundet wurden." Es sollen also die Russen gewesen sein, weil sie am 25. März ja noch in Butscha waren. Aber Chmut sagt, dass von beiden Seiten gefeuert wurde und das genaue Datum wusste sie leider auch nicht mehr. War es jetzt der 25. oder der 26. März? Sehr dünne Faktenlage, würde man meinen.


Doch wie ist die Faktenlage wirklich? Das einzige was man weiß ist, dass die Russen am 30. März aus Butscha abgezogen sind und durch Satellitenbilder gezeigt wurde, dass die Leichen schon am 20. März in den Straßen lagen. Doch diese Bilder sind mehr als zweifelhaft, kommen sie doch von einer Firma die mit dem Pentagon zusammenarbeitet und militärische oder Geheimdienstquellen sind, wie wir wissen immer mit Vorsicht zu genießen denn sie dienen Interessen. In dem Fall geostrategischen Interessen. Da sollen also tagelang Leichen herumgelegen haben ohne dass jemand etwas bemerkt hätte. Am 3. April wurden die Toten dann der Weltöffentlichkeit präsentiert und es wurde direkt von einem Massaker der Russen an Zivilisten gesprochen. Wenn der Feind bekannt ist, hat der Tag bekanntlich Struktur.


Doch scheinen die Medien, was das Massaker und die Hinrichtungen angeht schon ein wenig zurückzurudern denn plötzlich spricht man nur noch von Artilleriebeschuss und präsentiert genau eine Zeugin, die in allen Medien zitiert wird, die aber nicht als glaubwürdige Quelle gelten kann. Am 25. oder 26. März wurden die Metallpfeile angeblich in den Leichen entdeckt, da war Butscha aber noch unter russischer Kontrolle. Was für einen Sinn sollte es aus russischer Sicht machen, Streumunition auf Menschen zu schießen, in einem Ort den man noch militärisch besetzt hält? Man würde nur das Risiko erhöhen, eigene Männer zu verlieren, denn diese Munition lässt sich in ihrer Ausbreitung nicht kontrollieren. Hat es sich also um ein Gefecht zwischen russischem und ukrainischem Militär gehandelt und wurden dabei unnötig viele Zivilisten durch diese Streumunition getötet? Das würde, wie so viele andere Punkte das Märchen vom russischen Massaker widerlegen. Zum Beispiel das Video des Bürgermeisters von Butscha vom 31. März, der freudestrahlend über die Rückeroberung der Stadt spricht und nichts von irgendeinem Massaker erzählt. Oder die Videoaufnahmen der ukrainischen Polizei, die durch Butscha fahren, Autos wegräumen und Zeugen befragen. Auch hier keine Leichen, kein Massaker.


Die Geschichte von Butscha lässt nach wie vor viele Fragen offen, eine eindeutige Schuldzuweisung kann aufgrund der sich widersprechenden Beweise nicht getroffen werden. Dem Westen scheint das auf der einen Seite egal zu sein, man weiß bereits wer der Schuldige ist, so scheint es jedenfalls. Und das ist in Sachen westlicher Kriegsführung auch nichts neues, man denke nur einmal an den Irak oder Libyen in denen Kriege gestartet wurden aufgrund von eindeutigen Kriegslügen. Massenvernichtungswaffen im Irak, Brutkastenlüge, 9/11. Alles Lügen oder bis heute nicht aufgeklärte Ereignisse aufgrund derer Millionen von Menschen ihr Leben verloren. Auf der anderen Seite ist es Russland aber auch nicht gelungen, vor dem UN-Sicherheitsrat die Sache eindeutig zu entlarven und zu widerlegen obwohl man die Chance dazu hatte. Was zum Teufel wird hier also gespielt? Vor allem sehen so Staatsführer aus, die gerade ein Massaker entdeckt haben?



Quellen:


(1) https://www.spiegel.de/ausland/butscha-dutzende-zivilisten-offenbar-durch-metallsplitter-getoetet-a-3e003c4d-1dae-4214-8b3a-e8ef65a1851b

(2) https://www.theguardian.com/world/2022/apr/24/dozens-bucha-civilians-killed-flechettes-metal-darts-russian-artillery

(3) https://www.washingtonpost.com/world/2022/04/18/flechette-projectile-ukraine-russia/

(4) https://www.unionleader.com/news/military/amid-the-ruins-of-bucha-and-chernihiv-an-easter-celebration/article_30ddbce3-9554-571b-9d29-474d53f9c2a0.html

(5) https://www.artikeleins.info/post/satellitenbilder-aus-butscha-kommen-von-pentagon-firma

(6) https://www.artikeleins.info/post/butscha-massaker-war-es-wirklich-russland






83 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen