Hexen-Prozess in Mexiko



In Mexiko ist das Mittelalter zurück! Eine Mutter und ihre Tochter wurden der Hexerei beschuldigt und verurteilt. Was sich wie eine Rückkehr in finstere Zeiten anhört, spielte sich im mexikanischen Bundesstaat Chiapas ab. Im Jahr 2021. Beide Frauen sollen ihren Mann bzw. Bruder in den Wahnsinn getrieben haben. Das geht aus dem Urteilsspruch der indigenen Gemeinschaft Tsotsil de Chuchulumtic hervor.


Die gute Nachricht für die beiden Frauen ist, dass die Zeit der Scheiterhaufen wohl endgültig der Vergangenheit angehört. Die "Inquisition" verurteilte die Frauen zu einem Bußgeld von 200 000 Pesos (8500 Euro).


Doch wie kam es überhaupt zu dem Prozess? Der Sohn bzw. Bruder klagten die beiden Frauen an. Es wurde von den Männern ausgesagt, dass die Mutter Würmer, Hühner und Kräuter in die Truthahnbrühe gemischt haben soll. Davon sei er verrückt geworden.


Mexikos indigene Gesellschaften verwalten sich überwiegend selber. Das alles geschieht grundsätzlich im Einklang mit den Brauchtümern und Traditionen. Die daraus gefällten Entscheidungen werden überwiegend von den staatlichen Behörden anerkannt.

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