Google wird zum Zensor: Wahrheitsministerium kommt direkt auf ihr Mobiltelefon

Die Datenkrake Google wird zum selbsternannten Zensor und implementiert ab sofort sein Wahrheitsministerium direkt auf die Mobiltelefone der Nutzer. Presse- und Meinungsfreiheit sind damit endgültig Geschichte.

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Die Datenkrake Google ist ab sofort selbsternannter Zensor unliebsamer Nachrichten und wird sein Wahrheitsministerium direkt auf die Smartphones der Nutzer implementieren. Die neuen Werberichtlinien des Megakonzerns sollen "ein markensicheres Umfeld für unsere Werbepartner gewährleisten und die Nutzer besser vor unzuverlässigen Behauptungen schützen" heißt es in einem Post auf der Konzernseite.


Google bestimmt seit Jahren darüber, wie wir unsere Informationen beziehen, was und wo wir einkaufen und was wir finden und hat den Markt über seine Dienste YouTube, Google Pay, GMail, Google Maps und das Android-System fest im Griff. Dabei wird per Algorithmus zensiert was nicht ins Weltbild passt, alleine im letzten Quartal des Jahres 2021 wurden in Deutschland von YouTube 58 000 Videos gelöscht, wegen angeblich falschen Informationen zu Corona. Weltweit waren es sogar fast vier Millionen zensierte Videobeiträge. Google schert sich nicht um die Artikel des deutschen Grundgesetzes, vor allem kümmert das Unternehmen nicht Artikel 5 GG:

"Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."

Seit Jahren setzt sich der Konzern über diese fundamentalen Rechte und Gesetze hinweg, die Pressefreiheit in Deutschland ist laut Bundesverfassungsgerichtsurteil "konstitionell" und ein elementares Bedürfnis der Demokratie. Google änderte vor Kurzem die Richtlinien für den Google Play Store, auf dem Spiele heruntergeladen werden können. Man habe das gemacht um "mehr Sicherheit und Transparenz" zu gewährleisten und "Falschinformationen" einzugrenzen heißt es aus dem Silicon-Valley. Dabei stehen vor allem Apps im Fokus, die "irreführende gesundheitsbezogene Behauptungen enthalten, die dem bestehenden medizinischen Konsens widersprechen". Und weiter heißt es auf der Support-Seite des Unternehmens:

"Da Google Play eine sichere und respektvolle Plattform bleiben soll, haben wir Richtlinien entwickelt, in denen schädliche oder unangemessene Inhalte definiert und verboten werden."

Schädliche oder unangemessene Behauptungen sind zum Beispiel kritische Haltungen zu Impfungen, das Beharren auf ordentliche Zulassungsverfahren bei Medikamenten oder die Vorliebe für alternative Heilmethoden abseits von Big-Pharma. Damit entscheidet von jetzt an nur noch Google (aber auch Facebook, Twitter und andere) was Wahrheit ist und was nicht. Wer braucht da noch einen Hausarzt, einfach Google fragen wenn es irgendwo zwickt.


Im vergangenen Jahr wurden etliche Videos der Aktion #allesaufdentisch von YouTube entfernt, man habe in den Beiträgen gegen die "Richtlinien zu medizinischen Fehlinformationen verstoßen" und "Behauptungen über Schutzimpfungen gegen COVID-19, die der übereinstimmenden Expertenmeinung lokaler Gesundheitsbehörden oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widersprechen" verbreitet. Damit habe man gegen die Vorgaben und Community-Richtlinien der Plattform zu medizinischer Fehlinformation verstoßen, doch auf eine Anfrage wer denn die besagten Experten seien auf die sich die Videoplattform YouTube stützt, antwortete die "Head of Governmental Affairs and Public Policy" Sabine Frank gegenüber der Zeitung Welt:

"Wir sind dazu zum Beispiel im Austausch mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und mit Gesundheitsbehörden. Um glaubhaft zu sein, versichern wir uns regelmäßig bei diesen Experten zurück."

Im Herbst 2021 wurden dann auch noch abweichende Meinungen zum Thema Klimawandel von Google bekämpft. YouTube Produzenten und auch Google-Werbekunden durften fortan keine Einnahmen mehr aus Werbung erzielen, wenn sie Inhalte veröffentlichten, die "dem etablierten wissenschaftlichen Konsens über die Existenz und die Ursachen des Klimawandels widersprechen". Sie waren somit demonetarisiert und mussten ihre Einnahmen aus anderen Quellen (Spenden, Crowd-Funding) generieren.


Als Begründung gab das Unternehmen an, dass man in den letzten Jahren immer öfter Rückmeldungen von Werbetreibenden und Produzenten erhalten habe, die "direkt Bedenken hinsichtlich Anzeigen äußerten, die falsche Behauptungen zum Klimawandel propagieren oder neben solchen Behauptungen ausgeliefert werden. Werbetreibende möchten nicht, dass ihre Anzeigen neben derartigen Inhalten erscheinen." Zu diesen Falschbehauptungen zählen laut dem Wahrheitsministerium von Google unter anderem:

"Inhalte, die den Klimawandel als Schwindel oder Betrug bezeichnen, Behauptungen, die leugnen, dass langfristige Trends zeigen, dass sich das globale Klima erwärmt, und Behauptungen, die leugnen, dass Treibhausgasemissionen oder menschliche Aktivitäten zum Klimawandel beitragen."

Google ist fortan also das einzige aller Wahrheitsministerien und macht sich auf Orwells Spuren in die Dystopie des Bestsellers 1984 auf. Inwieweit dieser Anspruch auf die absolute Wahrheit mit der Google-Gründung im Zusammenhang mit der CIA eine Rolle spielt, darf sich jeder gerne selber ausmalen.


Quellen:


(1) https://support.google.com/googleplay/android-developer/answer/9934569?hl=de

(2) https://www.welt.de/politik/deutschland/plus236378951/YouTube-zu-Sperrungen-Wie-und-warum-Videos-geloescht-werden.html#Comments

(3) https://support.google.com/google-ads/answer/11221321

(4) https://www.artikeleins.info/post/google-ein-projekt-der-cia-und-des-pentagon


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