"Frankenstein-Technologie": Biotechnologie-Unternehmen möchte Embryos für Organentnahme züchten

Das Biotechnologie-Unternehmen Renewal Bio aus Israel möchte gerne künstlich synthetische, menschliche Embryos für die Organentnahme züchten. Wie weit darf Wissenschaft eigentlich noch gehen bevor sie ethischen und moralischen Grenzen ausgesetzt wird?

Foto: pixabay.com


Das israelische Biotechnologie-Unternehmen Renewal Bio hat vor, synthetische menschliche Embryos für die Organentnahme zu züchten. Verkauft wird diese ethische Grenzüberschreitung als "Fortschritt" aber es stellt sich immer mehr die Frage, wie weit Wissenschaft eigentlich noch gehen darf? Die Unternehmen nutzen für derartige Technologien meist Euphemismen und überschreiten klammheimlich alle ethischen und moralischen Prinzipien.


Renewal Bio möchte die Embryos gerne als eine Art Farm für die Organentnahme züchten um dadurch Transplantationen zu erleichtern. Man könnte laut den beteiligten Wissenschaftlern auf diesem Weg auch bestimmte Erbkrankheiten und Unfruchtbarkeit behandeln sowie den Alterungsprozess beeinflussen. Die menschlichen Embryos sollen dabei solange am Leben gehalten werden, bis die ersten Zeichen einer Gehirnbildung auftauchen und sie einen Herzschlag haben, heißt es. Die kleinen Wesen werden dabei ohne Eizellen, Spermien und die zur Entwicklung benötigte Gebärmutter erzeugt und dann solange am Leben erhalten bis man sie "verwenden" kann.


Renewal Bio macht auf seiner Homepage Werbung für seine vorgeblichen Absichten, die schnelle Alterung der Bevölkerung zu stoppen und die Geburten wieder anzukurbeln. Das Unternehmen möchte "die Menschheit jünger und gesünder machen, indem es die Kraft der neuen Stammzellentechnologie nutzt" beschreiben die Macher des Unternehmens ihr Vorhaben. Der Wissenschaftler Jacob Hanna vom Weizmann-Institut beschreibt das Vorgehen folgendermaßen:

"Der Embryo ist die beste Maschine zur Herstellung von Organen und der beste 3D-Biodrucker – wir haben versucht, das nachzuahmen, was er kann. Bemerkenswert ist, dass wir zeigen, dass embryonale Stammzellen ganze synthetische Embryonen erzeugen, d. h. auch die Plazenta und den Dottersack, die den Embryo umgeben, wir sind wirklich begeistert von dieser Arbeit und ihren Auswirkungen."

Die Technologie wirft viele ethische und moralische Themen auf und es stellt sich die Frage, wieweit Wissenschaft im Namen des "Fortschritts" noch gehen wird, bis man ihr Einhalt gebietet. In China wurden im Jahr 2020 bereits Föten geklont und mithilfe der CRISPR-Technologie genetisch manipuliert.




Quellen:


(1) https://nypost.com/2022/08/22/biotech-firm-wants-to-grow-human-embryos-for-organ-harvesting/

(2) https://www.renewal.bio/

(3) https://www.sciencealert.com/china-quietly-confirms-there-s-a-third-crispr-baby

(4) https://www.artikeleins.info/post/who-pandemieabkommen-und-genedrive-von-technokraten-und-transhumanisten


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