EU-Chefdiplomat will "Krieg auf dem Schlachtfeld gewinnen": Moskau nicht begeistert über Aussage

Josep Borrell, Chefdiplomat der Europäischen Union hat offenbar keine Lust mehr auf Verhandlungen. Er will den schwelenden Ukraine-Russland-Konflikt auf dem "Schlachtfeld" lösen. Die Kriegstreiberei ist auf höchster europäischer Ebene angekommen und Russland ist über diese Ausschweifungen alles andere als erfreut.

Die Europäische Union ((EU) wird in Person ihres Chefdiplomaten Josep Borrell zu einem Kriegstreiber und gleichzeitig zu einer ernsten Bedrohung für das Leben von Millionen von Menschen auf diesem Planeten. Einst erhielt die EU noch den Friedensnobelpreis, doch diese Zeiten sind lange vorbei. Am 9. April 2022 twitterte Borrell nach seinem offiziellen Besuch beim ukrainischen Präsidenten Selensky folgende Mitteilung:


„Berührt von der Unverwüstlichkeit, Entschlossenheit und Gastfreundschaft von @ZelenskyyUA & @Denys_Shmyhal
Ich kehre mit einer klaren To-Do-Liste zurück:
1. Dieser Krieg wird auf dem Schlachtfeld gewonnen werden. Zusätzliche 500 Millionen Euro aus dem #EPF sind in Arbeit. Die Waffenlieferungen werden auf die ukrainischen Bedürfnisse zugeschnitten sein.“

"Dieser Krieg wird auf dem Schlachtfeld gewonnen werden". Ist dieser Mann noch ganz bei Trost? Er verlautbart tatsächlich einen lange andauernden Krieg in der Ukraine mit europäischer Beteiligung? Früher wären solche Ausschweifungen ein Rücktrittsgrund gewesen, doch heute scheint alles möglich zu sein. Borrell ist Diplomat, seine wichtigste Aufgabe sollten daher Verhandlungen und diplomatische Lösungen von Konflikten sein und nicht die Misere noch weiter anzufeuern. Über solcherlei Aussagen kann man nur entsetzt sein und ich muss sagen, dass ich mich als Europäer entschieden von einem derartigen kriegstreiberischen Standpunkt distanziere!


Neben seiner persönlichen Kriegserklärung an die Russen kündigte Borrell zusätzliche harte Wirtschaftssanktionen gegen Moskau an und möchte darüber auf dem heute geplanten Außenministertreffen der EU in Brüssel sprechen. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU wünscht sich ein Vertreter der Union eine Konfliktlösung mit militärischen anstatt diplomatischen Mitteln und das gegen eine Atommacht wie Russland.


Borrell verwies auch auf die zusätzlichen 500 Millionen Euro an Waffenverkäufen in die Ukraine und setzte mit seiner Kriegspropaganda einen geschichtlichen Neuanfang der EU. Denn nie in ihrer Geschichte hat die Union offen damit geliebäugelt, einen Konflikt lieber mit Waffengewalt als auf diplomatischem Weg zu klären, nicht in Jugoslawien 1999, nicht in Libyen 2011 und erst recht nicht als die "Koalition der Willigen" im Jahr 2003 den Irak bombardierte. Die EU und die NATO sind nicht ein und dasselbe Projekt, auch wenn es manchmal so scheinen mag. Die EU setzte stets offiziell auf friedliche Konfliktlösung, währende die NATO, als Verteidigungsbündnis getarnt, meist für den Waffengang gegen souveräne Staaten plädierte.


Doch seit dem Putsch auf dem Kiewer Maidan im Jahr 2014 und der damit einhergehenden Ukrainekrise hat sich die Leitlinie der EU immer mehr an die der NATO angenähert. Es wurden gemeinsame Militärprojekte gestartet und der leidige Höhepunkt einer aggressiven EU ist der Tweet des Chefdiplomaten Borrell, der scheinbar von allen guten Geistern verlassen zu sein scheint. Moskau dürfte von dieser Entwicklung eher wenig begeistert sein, doch wenn es zu einem Flächenbrand in Europa aufgrund dieser Äußerungen kommen sollte, kann sich Borrell als Urheber eines Weltkriegs selbst loben.

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