Erdgaspreise nochmal verdoppelt - Rohstoffpreise gehen durch die Decke

Durch die verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise gehen die Rohstoffpreise jetzt durch die Decke und Erdgas kostet nun schon 4000 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter.


Durch den erhöhten Gaspreis werden auch andere Rohstoffe teurer. Im Vergleich zu von vor zwei Tagen verdoppelte sich der Preis für 1000 Kubikmeter Erdgas nun auf 4000 US-Dollar. Russisches Erdgas das durch langfristige Lieferverträge in die verschiedenen Länder gepumpt wird, kostet normalerweise nur knapp 300 US-Dollar.


Gestern meldete der russische Gaskonzern Gazprom, dass er allen Bestellungen fristgerecht nachgekommen sei. Dabei wurden knapp 110 Millionen Kubikmeter Erdgas durch die verfügbaren Pipelines gespeist. Doch nicht nur Erdgas wird teurer, auch die Preise für Erdöl steigen. Das Barrel Öl kostet, je nach Vertragsart nun schon zwischen 150 und 200 US-Dollar. Und ganz nebenbei stoppten die russische Lieferanten für Titan, einem wichtigen Rohstoff für die Flugzeugbauindustrie nun auch den Export an den US-amerikanischen Rüstungs- und Flugzeugproduzenten Boeing.


Weltweit kaufen Investmentfonds gerade Staatsanleihen aus Russland, da sie davon ausgehen, dass sich die nach Start der russischen Militäroperation in der Ukraine stark geschwächten Papiere bald wieder im Wert steigen werden. Und auch die Lebensmittelindustrie steht vor drastischen Preissteigerungen, denn zum Beispiel Weizen ist sehr viel teurer geworden. Und da viele Staaten Getreide nicht mehr importieren wollen, könnte das den weltweiten Getreide- und Düngemittelmarkt nur noch weiter schwächen.


Da zur Zeit immer mehr internationale Unternehmen Russland aufgrund der Sanktionen den Rücken kehren und das Land verlassen, denkt die russische Regierung nun ernsthaft über eine Verstaatlichung russischer Tochterunternehmen nach. Wenn nämlich russische Tochterkonzerne aufgrund der Sanktionen das Land so schnell verlassen, würde nach Meinung eines Abgeordneten der Duma die Gefahr bestehen, dass diese eine absichtliche Insolvenz herbeiführen und dann wäre "das letzte Mittel" eine Verstaatlichung. Denn "wir werden nicht dulden, dass man uns in den Rücken fällt, und wir werden unsere Menschen schützen" so der Politiker. Und dann folgte ein Satz der bedrohlich wirkt:


"Wir werden mit aller Härte und im Einklang mit den Kriegsgesetzen zurückschlagen."

Quellen:


(1) Gaspreise in Europa gehen durch die Decke - Allzeithoch erreicht (artikeleins.info)

(2) https://www.vesti.ru/finance/article/2685987

(3) https://www.vesti.ru/finance/article/2686132

(4) https://www.vesti.ru/finance/article/2686153

(5) https://www.vesti.ru/finance/article/2686118

(6) https://vesti7.ru/video/2389929/episode/06-03-2022/

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