Elon Musk sticht mit Twitter-Umfrage ins Wespennest der Kriegstreiber

Der Tesla-Gründer und Milliardär Elon Musk hat gestern mit einer Umfrage auf Twitter mitten in das Wespennest der weltweiten Kriegstreiber gestochen. Dabei postete Musk einen Vorschlag für einen Friedensschluss in der Ukraine und bekam danach einen riesigen Shitstorm zu spüren.

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Tesla-Gründer Elon Musk schaffte es gestern, mit einer Umfrage bei Twitter mitten in das Wespennest der Kriegstreiber zu stechen und eine brachialen Shitstorm gegen seine Person auszulösen. Musk schlug einen Friedensplan zum Ukraine-Konflikt vor und startete in diesem Zuge eine Umfrage. Die Pläne des Milliardärs zu einer Lösung des Konflikts sahen so aus, dass er vorschlug, die Referenden in den von Russland besetzten Gebieten unter der Aufsicht der Vereinten Nationen zu wiederholen. Sollten sich die Bürger dieser Regionen nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker gegen Russland entscheiden, müsste Moskau die Gebiete verlassen, andersrum genauso. Der Internationale Gerichtshof entschied im Jahr 2010 zum Selbstbestimmungsrecht der Völker eindeutig.


Erklärt ein Teil eines Staates einseitig seine Unabhängigkeit und spaltet sich vom Mutterland ab (Sezession) ist dieser Vorgang völkerrechtlich sauber. Wenn das Mutterland den Einwand hervorbringt, dass sich eine solche einseitige Abspaltung nicht mit den Gesetzen des Landes deckt, ist diese Feststellung nebensächlich. Entschieden wurde damals in erster Linie auf Wunsch des Westens in der Kosovo-Frage. Der Kosovo stellte also einen Präzedenzfall dar, weil er sich damals vom Mutterland Jugoslawien abspaltete und einseitig seine Unabhängigkeit erklärte. Wir erinnern uns, dass die NATO 1999 Serbien bombardierte (unter einer deutschen rot-grünen Regierung), was absolut völkerrechtswidrig war.

Zum Thema Krim schlug Musk vor, dass der Westen die Zugehörigkeit der Halbinsel zu Russland anerkennt und es sichergestellt wird, dass die Krim mit Wasser versorgt werden kann. Als letzten Punkt schlug Musk in der Umfrage die Neutralität der Ukraine vor. Kiew solle die Beitrittspläne zur NATO begraben und sich zwischen der EU und Russland als Bindeglied oder Brückenstaat etablieren. Musk stellte die Frage, wie viele Menschen denn noch sterben müssten, zumal diese von ihm vorgeschlagene Lösung ohnehin die wahrscheinlichste ist die letztlich eintreffen wird. Mit seinen Vorschlägen stach der Milliardär schließlich aber in ein Wespennest der Kriegstreiber auf Twitter. Der unsympathische Ex-Botschafter der Ukraine in Berlin, Andrij Melnyk antwortete auf die Umfrage des Milliardärs mit: "Verpissen Sie sich, ist meine sehr diplomatische Antwort an Sie."

Musks Umfrage erhielt 37,7 Prozent Ja-Stimmen und 62,3 Prozent Nein-Stimmen, der Milliardär vermutete eine ganz erhebliche Anzahl von Bots hinter dem eindeutigen Ergebnis. Der ukrainische Präsident Selenskji fragte daraufhin auf Twitter: "Welchen Elon Musk mögen Sie mehr?" Als Antworten standen parat: "Den, der die Ukraine unterstützt" oder "den der Russland unterstützt".

Nachdem Musk die Kriegstreibermeute auf Twitter aufgeschreckt hatte, veröffentlichte er eine erneute Umfrage. Darin wollte er wissen, ob der Wille der Menschen im Donbass und auf der Halbinsel Krim darüber entscheiden sollte, ob die Regionen zu Russland oder zur Ukraine gehören sollten. Dazu sagte er, ganz im Sinne der Selbstbestimmung der Völker:

"Wenn Sie sich um das Volk der Ukraine sorgen, suchen Sie Frieden."

58,5 Prozent der Befragten sind dafür, 41,5 Prozent dagegen. Das zeigt eindrucksvoll die mittlerweile weltweit verhärteten Fronten auf, die der Ukraine-Krieg geschaffen hat. Die Kriegstreiberfraktion will um jeden Preis ihren "Endsieg", auch wenn diese Philosophie in einem finalen Atomkrieg enden könnte. Beispielhaft dafür ist der Tweet einer Spiegel-Journalistin die lieber "den Atomtod" sterben würde als sich zu "unterwerfen".

Quellen:


(1) https://www.europa.steiermark.at/cms/beitrag/11308771/3084244/


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