Ein Appell an die Politik: Kümmert euch um den Pflegenotstand und lasst die Ungeimpften in Ruhe!

Aktualisiert: 24. Dez. 2021

Der drohende Kollaps des Gesundheitssystems ist nur durch die Impfung abzuwenden. Das ist der breitflächige Tenor in Deutschland. Sogar nach einer allgemeinen Impfpflicht wird jetzt immer lauter geschrien. Dabei liegen laut des Verbands deutscher Universitätsklinika die wirklichen Probleme ganz woanders.


Schwere Covid-Verläufe und Todesfälle können nur durch die heilige Impfung verhindert werden. Einstimmig wird dieses Mantra seit Monaten von Politik und Medien beschworen. Doch das viel gepriesene Wundermittel hält weder im Eigen- noch im Fremdschutz wirklich das, was den Menschen versprochen wurde. Die Forderung nach einer allgemeinen Impfpflicht ist daher eine hysterische Anmaßung und bestätigt das dogmatische Denken der Politik. Es scheint fast so, als sei diese Forderung ein letztes Aufbäumen einer vollkommen gescheiterten Corona-Politik, ob absichtlich oder unabsichtlich lassen wir einmal dahingestellt. Doch es gibt auch noch Stimmen der Vernunft in diesem ganzen Wirrwarr, auch wenn sich diese nicht komplett von der staatlich auferlegten Propaganda, dass unbedingt die Impfquote erhöht werden müsse, lösen kann.


Aber das soll uns erst einmal nicht von der wirklich wichtigen Forderung des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands ablenken. Die Autoren fordern eine grundlegend bessere Finanzierung der Universitätsmedizin, da diese einen Großteil der Versorgung von Corona-Patienten leiste. Ziel dieser Forderung ist eine strukturell nachhaltigere Verbesserung der Situation von Pflegekräften. Es sei laut dem Papier keine Lösung, nur mit Einmalzahlungen den Pflegerinnen und Pflegern entgegenzukommen, man müsse vielmehr bei Tarifverträgen und bei der Krankenhausfinanzierung ansetzen, um der bedrohlichen Situation Herr zu werden. In der Pressemitteilung des Verbands heißt es:


„Die neue geplante Corona-Prämie für Intensivpflegende sollte auf alle Mitarbeitergruppen ausgeweitet werden. Mindestens genauso wichtig wäre aber eine gute grundsätzliche Finanzierung für eine nachhaltig bessere Personalausstattung der Universitätsklinika.“

Sich dabei aber ausschließlich auf den Bereich der Intensivpflege zu beziehen, genügt dem Verband nicht. Schließlich würden gerade in Universitätskliniken viele verschiedene Berufsgruppen einen wichtigen Beitrag zur vollumfassenden Patientenversorgung leisten. Im neuen Koalitionsvertrag ist von einer Anerkennung der Pflegeberufe durch die Politik die Rede, was grundsätzlich erst einmal positiv klingt. Jens Scholz, der erste Vorsitzende des Verbandes sieht aber ein grundlegenderes Problem:


„Daher sollte es eine Prämie für alle Mitarbeitenden geben, die in der aktuellen angespannten Lage der Covid-Versorgung einen wichtigen Beitrag leisten. Andernfalls wird dies in den Belegschaften mitunter zu Unmut führen."

Diese Forderung soll laut dem Bericht alle Kliniken umfassen, denn außer den Universitätskliniken spielen bei der Behandlung von Covid-Patienten auch andere Krankenhäuser in Deutschland eine wichtige Rolle. Die Ursache der drohenden Krankenhausüberlastung ist daher ein Zeichen von eklatantem Missmanagement und nicht dadurch zu erklären, dass ein paar ungeimpfte Covid-Patienten den anderen das Intensivbett streitig machen. Und dieses Missmanagement erlebt das deutsche Gesundheitssystem nun schon seit etlichen Jahren.


Doch scheint es der Politik leichter zu fallen, ihr eigenes Versagen zu vertuschen und einen gesellschaftlichen Sündenbock zu schaffen. Die Forderung des Verbands der Universitätsklinika in Deutschland darf dahingehend als eine wohltuende, vernünftige und auch leicht umsetzbare Forderung verstanden werden. Denn auch mit einer Impfquote von 100 Prozent wird das Gesundheitssystem ohne umfassende Reformen und Verbesserung der Bedingungen für die Pflege nicht besser funktionieren als zuvor. Die entscheidenden Probleme werden von der Politik noch totgeschwiegen, lange wird sich dieses Dogma aber nicht mehr aufrechterhalten lassen. Auch nicht mit einer allgemeinen Impfpflicht.


Quelle:


(1) Neue Corona-Prämie sollte für alle gelten | Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (mynewsdesk.com)


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