Digitale Identität und Überwachung - China bietet G20-Staaten chinesisches QR-Code-System an

Chinas Präsident Xi Jinping äußerte sich beim virtuellen Gipfel der G20-Staaten Ende November zu seiner Vorstellung, wie man nach der Covid-19 Krise wieder internationales Reisen ermöglichen könne. Dabei bot er den teilnehmenden Staaten das chinesische Modell an.


Gesundheitszertifikate sollen demnach laut dem chinesischen Präsidenten gegenseitig anerkannt werden um internationales Reisen wieder möglich zu machen. Gleichzeitig offerierte Xi Jinping den G20-Staaten, sich dem chinesischen QR-Code System anzuschließen. China sei ebenfalls dazu bereit, seine Covid-19 Impfstoffe mit den westlichen Staaten zu teilen und diese damit zu beliefern. Jinping äußerte sich in seiner virtuellen Ansprache diplomatisch zu seinem Vorhaben:


„Wir müssen Politik und Standards weiter harmonisieren und ‚Fast Tracks‘ einrichten, um den geordneten Personenverkehr zu erleichtern.“

In China wird das QR-Code System grundsätzlich zum Machterhalt der Kommunistischen Partei (KPC) eingesetzt, was dem Westen scheinbar als Vorbild dient. Seit Februar 2020 werden diese Systeme im Reich der Mitte bereits flächendeckend verwendet um, unter dem Vorwand der Seuchenbekämpfung eine umfassende Kontrolle über die Menschen zu haben.


Smartphone-Benutzer werden über die "Health-Code-App" erfasst und getrackt, es werden Bewegungsprofile erstellt und der Gesundheitszustand ermittelt. Ein grüner Farbcode bedeutet freies Reisen, einkaufen und andere Annehmlichkeiten, orange oder gar rot führen direkt in die Quarantäne. Verhält man sich systemtreu ist man grün, Querulanten wird gerne mal orange oder rot auf die App geladen.


Die Chinesen müssen ihren Zugang per QR-Code zu allen öffentlichen Verkehrsmitteln, Wohnanlagen, Geschäften und sogar an den vielen Straßensperren digital bekommen und ihren Status nachweisen. In manchen Provinzen wie zum Beispiel Xinjiang gibt es in den Städten alle paar hundert Meter Checkpoints, die man nur per QR-Code passieren kann.


Auch in der Millionenmetropole Hongkong bereitet man sich mittlerweile auf ein derartiges Überwachungssystem vor, offiziell unter dem Vorwand, dass die Chinesen so ohne Quarantäne auf das Festland reisen könnten. Die Regierung verlangt von allen Bürgern bei der Einreise sowohl einen negativen PCR-Test als auch einen negativen Antigentest.


Aber was macht dieses umfangreiche Kontrollsystem eigentlich wirklich mit der Gesellschaft? Nun, nur wer sich wohl verhält bekommt Privilegien, Widerstand oder gar Demonstrationen gegen die Regierung werden nahezu unmöglich gemacht, von einer Demokratisierung oder gerechten Verhältnissen kann gar nicht erst gesprochen werden. Das QR-Code System lädt zu reiner staatlicher Willkür ein. Human-Rights-Watch-Geschäftsführer Kenneth Roth ist der Meinung, dass „eine anfängliche Konzentration auf die Gesundheit leicht zu einem Trojanischen Pferd für eine breitere politische Überwachung und Ausgrenzung werden könnte“ und diese „ähnlich zu den Gefahren, die mit dem chinesischen Sozialkreditsystem verbunden sind" werden könnte. Roth twitterte bereits am 23. November 2020 folgendes:


"Beware of the Chinese government’s proposal for a global QR code system. An initial focus on health could easily become a Trojan Horse for broader political monitoring and exclusion, akin to the dangers associated with China’s social-credit system."


Auch ausländische Konzerne, wie zum Beispiel Volkswagen sind nicht von der Überwachung ausgenommen. Alle Unternehmen unterliegen in der Volksrepublik schon seit 2019 unterschiedlichen Ratings die, wenn man sie als Konzern nicht erfüllt sogar den Marktausschluss bedeuten können. Hat eine Firma zum Beispiel zu viele Strafen kassiert und sei es nur wegen Falschparkens, verhält sich einer ihrer Mitarbeiter daneben oder aber man zeigt offenen Sympathien mit Demonstrationen im Lande und gegen die KPC, rutschen die Bewertungen in den Keller.


Reisen wird, wenn es nach den Politikern und Tech-Giganten der unterschiedlichsten Staaten geht, bald nur noch mit digitalem Impfzertifikat funktionieren. Quantas-Airlines verkündete beispielsweise schon Ende 2020, also bevor es überhaupt sogenannte Impfstoffe gab neue Richtlinien für den internationalen Reiseverkehr:


„Wir werden von internationalen Reisenden verlangen, dass sie geimpft sind, bevor wir sie an Bord lassen.“

Letztendlich ist das chinesische System das gleiche wie die digitalen Überwachungssystem des Westens auch. Vom "Common-Pass" des Weltwirtschaftsforums (WEF) über ID2020, es wird eine gewaltige Infrastruktur zur Massenüberwachung angelegt, die wie ein Spinnennetz den ganzen Erdball umspannen wird. Unterstützer dieser Projekte sind die Bill & Melinda Gates Stiftung, die Rockefeller Stiftung, Microsoft, Google, Mastercard, die Vermögensverwalter wie BlackRock und Vanguard, die westlichen Regierungen, die UNO und jetzt eben auch noch China. Der globale Überwachungskapitalismus hat sich durch Corona etabliert und wird so schnell nicht wieder verschwinden, vor allem nicht dann wenn weltweit alle Staaten an einem Strang ziehen und ihre Bürger zu gläsernen Sklaven degradieren.


Quellen:


(1) Coronavirus: Chinese President Xi Jinping proposes global QR code system to help free up travel | South China Morning Post (scmp.com)

(2) China führt Sozialkredit für Unternehmen ein - Wirtschaft - SZ.de (sueddeutsche.de)

(3) https://www.artikeleins.info/post/impfungen-oder-gentherapeutika-was-sind-mrna-injektionen-wirklich

(4) CommonPass - Travelling The World In The Covid Era | World Economic Forum (weforum.org)

(5) ID2020 | Alliance & Governance

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