Covid-19: Die Profiteure der öffentlichen Pandemiegelder

Aktualisiert: 9. Feb.

Finanziert aus Steuergeldern schnürte die EU im Jahr 2020 riesige Finanzierungspakete um den Kampf gegen die Covid-19 Pandemie anzugehen. Doch wer hat diese öffentlichen Gelder eigentlich erhalten? Wer profitierte vom Milliardengeschäft Pandemie?


Im Mai 2020, also während des ersten weltweiten Lockdowns veranstaltete die Europäische Union eine Geberkonferenz um öffentliche Gelder für den Kampf gegen die sogenannte Covid-19 Pandemie einzusammeln. 7,4 Milliarden Euro wurden als "Benchmark" angegeben, doch am Ende der Veranstaltung sammelte man sogar 9,8 Milliarden Euro öffentliche und private Gelder ein.


„Den globalen Gesundheitsorganisationen werden folgende Beträge zugewiesen“ schrieb die EU-Kommission in Bezug auf die gelungene Spendenaktion, verschweigt dabei aber indirekt, dass es sich bei den "globalen Gesundheitsorganisationen" lediglich um private Stiftungen handelt. Aber Moment mal? Warum erhalten denn bitte Stiftungen von ohnehin schon superreichen Oligarchen auch noch öffentliche Gelder? Na ganz einfach, sie bekommen damit direkten Zugriff auf Gelder von Staaten und anderen Institutionen, die sie dann genau in die Firmen investieren können mit deren Medikamenten und Impfstoffen später die Welt von einer schlimmen Pandemie befreit wird. Im Fachjargon nennt man diese "Weltenretter" dann "Philanthropen".


Den globalen Gesundheitsorganisationen werden folgende Beträge zugewiesen:

  • Rund 1,1 Mrd. EUR über die „Coalition for Epidemic Preparedness Innovation“ (Koalition für Innovationen zur Vorsorge gegen Epidemien, CEPI) für die Entwicklung und den Einsatz von Impfstoffen.

  • Rund 488 Mio. EUR über GAVI, die Allianz für Impfstoffe. Dieser Betrag umfasst nicht die allgemeinen Ankündigungen, die auf dem globalen Impfgipfel am 4. Juni erfolgen werden.

  • Fast 257 Mio. EUR über „COVID-19-Therapeutics-Accelerator“ - eine Initiative, mit der Entwicklung und Einsatz von Behandlungsmöglichkeiten verbessert werden sollen.

  • Mehr als 60 Mio. EUR über die „Foundation for Innovative New Diagnostics“ (Stiftung für innovative neue Diagnostika, FIND) für Entwicklung und Einsatz von Diagnostika.

  • 2,6 Mrd. EUR über die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Stärkung der Gesundheitssysteme.

  • 15,7 Mio. EUR über den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria.

  • Mindestens 700 Mio. EUR für nationale COVID-19-Forschungsprojekte.


Eines dieser Unternehmen ist der COVID-19-Therapeutics-Accelerator (ACT), der als ein Teil von COVAX als Tool im April 2020 ins Leben gerufen wurde und dazu dient, den weniger entwickelten Staaten schnellen Zugang zu den segenbringenden Covid-19 Impfstoffen zu gewährleisten.


Wichtig im Zusammenhang mit dem ACT sind die Organisationen CEPI und GAVI, gegründet und finanziert vom Microsoft-Oligarchen Bill Gates. Gates entscheidet wofür diese Impfstoffallianzen das Geld verwenden, das sie von der EU bekommen und da Gates auch strategischer Investor bei Pfizer und BioNTech ist, dürfte klar sein wo die Moneten hinfließen wenn es um die Beschaffung von Impfstoffen geht. Über das ACT kann man bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lesen:


„Der Access to COVID-19 Tools (ACT) Accelerator wurde Ende April 2020 auf einer gemeinsamen Veranstaltung des Generaldirektors der Weltgesundheitsorganisation, des französischen Staatspräsidenten, der Präsidenten der Europäischen Kommission und der Bill & Melinda Gates Foundation ins Leben gerufen und bringt Regierungen, Wissenschaftler, Unternehmen, die Zivilgesellschaft, Philanthropen (Bill & Melinda Gates Foundation, CEPI, FIND, Gavi, The Global Fund, Unitaid, Wellcome, WHO und Weltbank) zusammen. Nach dem Start von ACT-Accelerator wurden UNICEF und PAHO Partner für COVAX, die Säule der Impfstoffe.

Gates hat seine Finger sowieso überall mit im Spiel. Ihm unterstehen die CEPI und die GAVI, bei der WHO und dem Global Fund ist Gates einer der zahlungskräftigsten Sponsoren und auch die EU hat dem ACT mit Steuergeldern auf die Beine geholfen. Das Tool unterliegt demnach auch der Kontrolle des "Philanthropen".


Ein kleineres Stück vom Kuchen hat der Global Fund bekommen, den Gates ebenfalls kontrolliert. Kleines Stück heißt in dem Fall knapp drei Milliarden Euro. Mehr öffentliche EU-Gelder erhielten nur die GAVI mit ungefähr fünf Milliarden und die WHO mit 3,4 Milliarden Euro. Es wurden also bei der Geberkonferenz im Mai 2020 Gelder eingesammelt, die über diese von Bill Gates kontrollierten Organisationen nahezu direkt wieder in seine eigenen Taschen zurückgeflossen sind. Und dem Mainstreamzuschauer wird erzählt, dass der "Wohltäter" Gates mit seinen Spenden die Welt vor einem Killervirus retten würde. Was für ein Schwachsinn.


Auch der WHO zahlte Gates fast genauso viel Geld wie der bis dahin größte Geldgeber, die USA. Über seine Stiftung bezahlte der Oligarch 455 Millionen US-Dollar an die WHO und über die von ihm kontrollierte Impfallianz GAVI noch einmal 389 Millionen US-Dollar. Die USA als größter Spender überwiesen der WHO bis dato knappe 853 Millionen US-Dollar. Gates und die Vereinigten Staaten sind also fast gleichauf bei der finanziellen Aufrechterhaltung der Weltgesundheitsorganisation.

Von 2016 bis 2020 betrug das Budget der GAVI 8,8 Milliarden US-Dollar, davon kamen von Bill Gates aber nur 1,5 Milliarden US-Dollar. Die übrige Summe holte sich der Philanthrop bei den Staaten des Westens und baute mit diesen "Spenden" aus Europa und den USA seinen Einfluss bei der WHO weiter aus. Clever.


Und auch bei den Covid-Schnelltests verdient der Milliardär weitere Milliarden durch geschickte Beteiligungen. Im September 2020 stieg seine Bill & Melinda Gates Stiftung (BMGF) als strategischer Investor bei einer Firma namens Abbott ein. Abbott entwickelt Schnelltests zur Diagnose von Covid-19, genau wie das Unternehmen SD Biosensor bei dem Gates auch im September 2020 eingestiegen war.




Eine Woche später, am 28. September 2020 legte die WHO ein Programm auf, um unterentwickelten Ländern schnellen Zugang zu Schnelltests zu ermöglichen. Und wie es der Zufall wollte, bekamen unter den vielen Firmen die weltweit Schnelltests herstellen ausgerechnet Abbott und SD Biosensor den Zuschlag für das Programm. Also genau die beiden Unternehmen in denen Gates eine Woche zuvor als strategischer Investor eingestiegen war. Tolle Strategie. Die WHO ließ zu dem Deal verlautbaren, dass „Vereinbarungen zwischen der Bill & Melinda Gates Foundation und den Testherstellern Abbott und SD Biosensor innovative Tests zu einem Preis von maximal 5 US-Dollar für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen verfügbar“ machen würden.


Gates selbst muss sich um niedrige Einkommen jedenfalls keine Gedanken machen, denn das Geld das über die beiden Firmen in seine Taschen gespült wurde kam direkt vom ACT, der auf der Geberkonferenz im Mai 2020 mit den EU-Geldern finanziert wurde. Gates gründete also den ACT, der wiederum bekam Geld von der EU und dieses Geld floss über die Beteiligungen an den Firmen Abbott und SD Biosensor wieder in Gates Taschen zurück. Ein Husarenstreich.


Und auch den Impfstoffhersteller BioNTech zog es im September 2019 in den Bann des Oligarchen. Er wurde Aktionär und einen Monat später, im Oktober 2019 ging der deutsche Konzern an die US-amerikanische Börse, woraufhin der Aktienkurs von BioNTech von knapp 13 US-Dollar auf 400 US-Dollar stieg. Gates investierte in BioNTech ursprünglich 100 Millionen US-Dollar, nach heutigem Wert dürften sich seine Anteile auf etwa drei Milliarden US-Dollar vervielfacht haben. Gewusst wie.


Wie an den verschiedenen Beispielen, von denen es noch unzählige weitere gibt zu beobachten ist, verschenken die "Philanthropen" ihr Geld nicht sondern sie investieren geschickt in Firmen, die ihnen später den größtmöglichen Ertrag sichern. Die "Wohltäter" werden immer reicher und reicher obwohl sie doch laut Mainstreammedien ihr ganzes Vermögen zur Rettung des Planeten ausgeben. Dass sie dabei aber Steuergelder der Bevölkerungen durch ihren immensen politischen Einfluss über Beteiligungen in ihre eigenen Taschen lenken, wird nicht berichtet. Aber genauso läufts. Nicht erst seit Corona.


Quellen:


(1) Fragen und Antworten: Die weltweite Coronavirus-Krisenreaktion (europa.eu)

(2) Portfolio - Gates SIF (gatesfoundation.org)

(3) What is the ACT Accelerator (who.int)

(4) Unsere Mitwirkenden (who.int)

(5) Abbott Laboratories - Gates SIF (gatesfoundation.org)

(6) SD Biosensor - Gates SIF (gatesfoundation.org)

(7) Global partnership to make available 120 million affordable, quality COVID-19 rapid tests for low- and middle-income countries (who.int)

(8) BioNTech Announces New Collaboration to Develop HIV and Tuberculosis Programs | Business Wire


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