Corona und Affenpocken: Selber Arzt behandelte "Patient Zero"

Derselbe Arzt, der im Jahr 2020 in einer Münchner Klinik den ersten Corona-Patienten behandelte ist nun auch für den ersten Affenpocken-Patienten in Deutschland im selben Krankenhaus zuständig. Der Mediziner war ein harter Verfechter der allgemeinen Corona-Impfpflicht.

Nachdem er im Jahr 2020 den ersten Corona-Patienten in einer Münchner Klinik behandelte zeigte sich der zuständige Arzt ganz besonnen und nichts deutete auf eine Panikspirale hin. Einige Zeit später schaltete er um und war schließlich sogar ein Verfechter der allgemeinen Corona-Impfpflicht.


Nun behandelt der Mediziner den ersten Patienten der an Affenpocken erkrankt ist und verhält sich noch ruhig. Denn seiner Meinung nach sei das Affenpockenvirus keine "zweite Pandemie", auf die Frage nach weiteren Fällen innerhalb Deutschlands antwortete er, dass man fairerweise sagen muss "dass wir von weiteren Infektionen ausgehen, aber dass jetzt hier keine Sorgen entstehen. Wir gehen nicht von einer zweiten Pandemie aus. Also das ist, wenn, ein eher begrenztes Infektionsgeschehen."


Doch der Schein trügt, denn im Februar 2020 sagte der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in Schwabing bei München, dass Covid-19 nicht "gefährlicher als Influenza" sei und zu dem Zeitpunkt war Corona in Deutschland noch fast kein Thema. Einige Wochen danach gab der Mann ein Interview unter der Überschrift "Wir haben hier nur noch schwere Fälle" und sprach von knapp 50 Infizierten in seiner Klinik, davon neun Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. Später kam dann die Warnung vor einem "Tsunami" an Corona-Fällen und es wurde gar von einer Überforderung der Klinik gesprochen.


Im November 2021 folgte dann die Panikwarnung vor der "Monsterwelle" und damit schloss er sich, jedenfalls was die Wortwahl anging ganz und gar dem Gesundheitsminister Karl Lauterbach an, der einige Zeit später vor der "Killervariante" warnte. Damals mahnte der Arzt die Öffentlichkeit an:


"Ich glaube, es muss jedem klar werden, dass wir hier eine ernsthafte Situation haben in der klinischen Versorgung, die wir so in Deutschland noch nicht erlebt haben und die es einfach erforderlich macht, dass jeder seine eigenen – zum Teil egoistischen – Interessen in den Hintergrund rückt und an das Gemeinwohl denkt, an die Versorgung insbesondere der Schwächsten in unserer Gesellschaft."

Wenig später war für den Mann die Impfung oberste Bürgerpflicht und nur durch eine Impfpflicht würden sich die Ungeimpften endlich zur Raison bringen lassen. Und all diese Märchen wurden vor dem Hintergrund der angeblichen Überlastung des Gesundheitssystems erzählt, welches zu dem Zeitpunkt aber schon grundlegend widerlegt war. Denn es hatte zu keiner Zeit eine Überlastung der Kliniken gegeben, wie auch die Bild-Zeitung im Sommer letzten Jahres zugeben musste. Damals konnte man lesen:


"Die Krankenhäuser meldeten dem Intensivmedizinerverband DIVI, dass sie weniger freie Intensivbetten hatten, um Ausgleichszahlungen vom Staat zu kassieren. Der DIVI veröffentlichte täglich die Bettenauslastung, auf die ganz Deutschland schaute (…) Nun ist klar: Zu diesem Zeitpunkt wusste das RKI bereits aus ,zahlreichen E-Mails und Telefonaten‘, dass Krankenhäuser falsche Zahlen über ihre wahre Intensivbetten-Belegung meldeten (…) Das Ministerium habe diese Hinweise aufgegriffen, so der Rechnungshof-Bericht. Per Erlass vom 8. Februar 2021 wurde das RKI aufgefordert, die DIVI-Zahlen über Engpässe in bestimmten Regionen nur noch dann umzusetzen ,wenn diese nachvollziehbar‘ sind. Der Rechnungshof: ,Bei auffälligen Korrekturbitten sollten Änderungen unterbleiben und die Krankenhäuser bzw. Länder zur Begründung aufgefordert werden.‘ Ansonsten aber schwieg das Gesundheitsministerium über den möglichen Fehlalarm für die Intensivstationen. Spahn habe weder ,den für die Kontrolle in diesem Bereich geschaffenen Beirat‘ noch die Bundesländer ,über diesen Sachverhalt informiert‘.“

Sind nun die Affenpocken ein erneuter Grund für umfassenden Alarmismus aus Bayern? Man kann getrost davon ausgehen, denn nach zwei Jahren Panikmache sind viele Menschen noch so verunsichert, dass sie alles noch einmal mitmachen würden. Also wieder Quarantäne, Masken und Lockdowns? Das Spiel mit der Plandemie scheint noch nicht vorbei zu sein und auch der Mediziner aus Schwabing kündigte bereits wieder ähnliche Maßnahmen wie bei Covid-19 an:


"Wir gehen davon aus, dass in Europa stille Infektionen derzeit laufen. Aber wir hoffen, dass wir das mit einer guten Isolationsstrategie und Contact-Tracing eindämmen können, das wir wirklich bei Corona auch gelernt haben."

Quellen:


(1) https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/affenpocken-virus-infektion-infektiologe-pandemie-100.html

(2) https://www.pnp.de/nachrichten/bayern/Arzt-Corona-auf-keinen-Fall-gefaehrlicher-als-Influenza-3596396.html

(3) https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/clemens-wendtner-coronavirus-covid-19-intensivstationen-beatmung-krankenhaus/seite-2

(4) https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-wendtner-intensivstationen-100.html

(5) Lauterbach warnt vor "Killervariante" des Coronavirus - SWR Wissen

(6) https://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik-inland/rechnungshof-bericht-haben-die-kliniken-bei-intensivbetten-manipuliert-76688264,view=conversionToLogin.bild.html

(7) https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/affenpocken-virus-infektion-infektiologe-pandemie-100.html


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