BILD bekommt Gegenwind für Dauerpropaganda



Damit hat die Antirussische Front bei Deutschlands größtem Hetzblatt BILD wohl nicht gerechnet: Das ausgemachte Feindbild RT DE, wehrt sich mit Nachdruck gegen die neueste Schmierenkampagne des Julian Röpcke.


Doch was war geschehen? Der Reihe nach. Am 10. März 2021 druckt die BILD einen Artikel, in dem ein Insider angeblich auspackt, was bei RT so alles passiert. Der Beitrag ist voller Denunziation und Hetze. "So rechtsextrem tickt Putins Propaganda-Sender", lautet die Überschrift.


Der ehemalige Mitarbeiter von RT DE behauptet, es mit "pseudojournalistischen" Arbeitsweisen zu tun gehabt zu haben. Beweise für diese Unterstellung sucht man vergeblich. Röpcke schreibt, dass Lange ein Mann sei, der es ja wissen müsse. Das wars. Auch für die angebliche "Nähe und Verquickung" des Senders mit "Rechtsextremen und Neofaschisten", kommen keine Belege zutage.


Liest man weiter, wird einem nahezu schwindelig vor lauter Boshaftigkeit und Verleumdung. Die Mitarbeiterstruktur beim Sender sei ein Abbild der politischen, vom bösen Putin abhängigen, extremistischen Einstellungen der Journalisten vor Ort. Querdenker, Russischstämmige, Verschwörungstheoretiker, Links- und Rechtsextreme; der bunte Mix im Jauchekübelrepertoire des Julian Röpcke eben. Alle Mitarbeiter des russischen Mediums seien linientreu, antiwestlich und Anti-Merkel eingestellt. Beweise für die Behauptungen? Auch hier Fehlanzeige.


Eine weitere Unterstellung ist eine Beleidigung für alle Zuschauer von RT DE:


RT DE ziele mit seinen Artikeln und Videos „auf klassische AfD-Zuschauer“ ab, die „Sachen immer schon so präsentiert haben wollen, wie sie sie sich vorstellen“.

Alle Konsumenten des Alternativmediums sind also AfD-Anhänger. Interessante Recherche, Herr Röpcke.


In einem weiteren Beitrag der BILD, erschienen einen Tag zuvor, erzählt der scheinbare Whistleblower Lange, von einer mutmaßlichen Spionageaktion, die er im Auftrag von RT DE durchgeführt haben soll. Ziel dieser Aktion war Alexej Nawalny. Der Regierungskritiker, von unseren Mainstreammedien als Held gefeiert, in Wirklichkeit aber ein Rechtsradikaler Blogger, sollte von Lange ausgespäht werden. Das Material sollte dann direkt in die Hände des russischen Präsidenten Vladimir Putin gelangt sein.


BILD behauptet nun, eine echte Enthüllungsstory veröffentlicht zu haben. Betrachtet man die Sachlage nüchtern, ohne "Russenhass", verpufft der Sensationseffekt relativ schnell.


RT schießt zurück



Die Antwort an die BILD, auf diese propagandistischen Meisterleistungen ließ nicht lange auf sich warten. RT DE reagierte gewohnt sachlich und in freundlich, bescheidenem Tonfall auf die "Spionageaffäre".


"Die sogenannten Beweise scheinen eher aus einem Handbuch namens "Journalismus für Anfänger" entnommen zu sein. Lange versucht, seine Behauptungen mittels Screenshots von Chat-Gesprächen mit seinen Vorgesetzten zu belegen. Solche Chats sind aber normale journalistische Praxis und zudem gefüllt mit langweiligen logistischen und produktionstechnischen Details."

Die journalistische Sorgfaltspflicht wurde also durch billige Tricks und Screenshots ersetzt. Doch was tat Daniel Lange dann in der Charite, wenn er Nawalny nicht ausspionierte?


"Lange wurde gebeten, in die Charité zu gehen und journalistisches Material zu sammeln – das nennt man Investigativjournalismus, dafür war Lange bei RT DE angestellt. Tatsächlich war die Bild-Zeitung im Fall Nawalny aber deutlich erfolgreicher als Lange, sie war einer der aktivsten Maulwürfe in der Charité."

Dazu die Geschäftsführerin Dinara Toktosunova:


"Uns Spionage vorzuwerfen und gleichzeitig Bilder von jedem kleinen Schritt Nawalnys zu veröffentlichen – einschließlich Fotos seiner Wache und der Krankenstation … Falls der russische Geheimdienst zusätzliche Informationen bräuchte, würde er ein BILDplus-Abo kaufen."

Gut gekontert und doch sehen sich RT DE und andere Alternative Medien einer ständigen Bombardierung durch den sogenannten "Qualitätsjournalismus" ausgesetzt. Vor kurzem verkündete RT den Start eines Fernsehsenders in Deutschland. Daraufhin begann eine Hetzkampagne sondergleichen. Ganz vorne dabei: die BILD und Chefpropagandist Julian Röpcke. Außerdem wurden dem Sender vor kurzem die deutschen Bankkonten gekündigt. Als Zensur und Ausschaltung durch die Hintertür könnte man so ein Vorgehen bezeichnen. Die deutsche Politik scheint sich damit abzufinden, dass Russlands Stimme in Deutschland kein Gehör finden soll. Naheliegend wäre auch der Verdacht, dass es der Regierung ganz recht ist, was mit RT zur Zeit veranstaltet wird. Deutliche Worte findet Jekaterina Mawrenkowa, Chief Transformation Officer von RT DE:


"Was wir derzeit in Deutschland sehen, ist ein klarer Versuch, RT zu unterdrücken. Dies ist ein koordinierter Versuch, unsere Arbeit auf verschiedenen Ebenen zu erschweren: auf Staatsebene, auf operativer Ebene und in den Medien. Wir werden mit falschen Behauptungen beschmiert, die darauf abzielen, unsere journalistischen Freiheiten zu unterdrücken und uns persönlich anzugreifen. Das ist es, was es heute bedeutet, eine alternative Stimme in Deutschland zu sein."

BILD verdreht die Fakten


Am Abend des selben Tages schrieb Röpcke in der BILD eine, dem Anschein nach kämpferische Gegendarstellung. Doch der Schein trügt wieder einmal. Der Artikel ist erneut emotional aufgeladen, beleidigend und weit weg von jeglicher Art des Journalismus. Auf eine sachliche Diskussion kann und will Röpcke sich mit den Russen offenbar nicht einlassen. Er beharrt darauf, eine riesige Enthüllungsstory geliefert zu haben und bestreitet Verbindungen seiner Zeitung mit dem transatlantischen Bündnis, der NATO. Dass Nawalny kein Oppositionspolitiker in Russland ist, sondern ein Blogger mit rechten Tendenzen verneint er ebenfalls.


Er beschwert sich vielmehr, dass RT DE nun Klage erheben möchte wegen Verleumdung. Auch die Tatsache, dass RT-Chefredakteurin Dinara Toktosunova sich darauf freue, ihn bald vor Gericht zu sehen, bewertet er als Anfeindung gegen ihn, seitens der Russen. Dabei drückte sich die RT DE-Chefin ziemlich höflich aus:


„Wir werden dich selbstverständlich im Gericht sehen, Julian.“

Später veröffentlichte RT DE dann noch ein Statement gegenüber Röpckes Arbeit und der BILD, auf seiner Homepage: Röpcke würde verkörpern, was es bedeute, ein BILD-Journalist zu sein. Er arbeite plump, sei sensationsgeil und befinde sich in einem schwelenden Konflikt mit den Fakten.


Es bleibt zu bezweifeln, dass alle Mitarbeiter der BILD so arbeiten. In diesem speziellen Fall ist jedoch Hopfen und Malz schon lange verloren.



Quellen:


(1) Aussteiger packt aus - So rechtsextrem tickt Putins Propaganda-Sender - Politik Inland - Bild.de

(2) RT-DE-Reporter in BILD: Ich wurde wie ein Agent gegen Nawalny eingesetzt - Politik Inland - Bild.de

(3) Verwechslung von Berichterstattung mit Spionage? — RT DE

(4) Nach Spionage-Enthüllung - Putins Propaganda giftet gegen BILD - Politik Ausland - Bild.de

17 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen